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Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 – Preview: Angezockt und Gehirne

plants-versus-zombies-garden-warfare-2-screenshots-1Der Start zum Anspiel-Event von Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 im wunderschönen Köln steht zum Start offiziell unter keinem guten Stern: Ich stehe im – auch wunderschönen – Düsseldorf am Hauptbahnhof und verfluche die deutsche Bahn dezent. Dann sitze ich im Zug (bereits mit Verspätung) und fluche, weil die Verspätung immer weiter wächst, die Heizung kaputt ist und ich Zugfahren in etwa so gut finde wie Zomboss die gottverdammten Pflanzen, die da gerade seine Mondbasis verwüsten. Gut ist glücklicherweise der Umstand, dass es nach der Fahrt deutlich besser wird: Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 dürfte den bereits guten Vorgänger locker in jeder Hinsicht übertrumpfen.

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Never change, never surrender, always love dem #brainz!

Am Kernprinzip des – sehr erfolgreichen Vorgängers – ändert sich in Garden Warfare 2 auf den ersten Blick nichts: Wie gewohnt rennt man als Pflanze oder Zombie über eine der liebevoll gestalteten Maps und prügelt, beschießt, sprengt, überrollt, zerquetscht und meuchelt sich nach Herzenslust. Wie in Team Fortress 2 ist dabei Teamplay das A und O zum Sieg: Eine der acht Klassen pro Fraktion steckt problemlos massig Treffer ein, ist dafür aber nur im Nahkampf zu gebrauchen, jemand anders wird blitzschnell umgepustet, kann aber auf jede Distanz austeilen und noch jemand anders ist etwas schwachbrüstig drauf, heilt aber Mitstreiter. Anders als in Team Fortress 2 sind die Fraktionen aber nicht symmetrisch ausbalanciert – das sorgt im schlimmsten Fall für Unbalance, führt aber im Normalfall zu viel Abwechslung und dass sich jede Fraktion nicht nur optisch unterscheidet. Abgesehen davon hat jede Klasse drei Fähigkeiten, die eine fair ausbalancierte Abklingzeit haben und jede Situation auf den Kopf stellen können.

Unser Favorit und das vielleicht beste Beispiel für dieses Balancing-Ideal ist der brandneue Mini-Zombie – eine Stase-Granate hebt Feinde in die Luft, ein mächtiger Mech vernichtet die Gegner (hat dafür aber eine Abklingzeit ohne Ende) und die dritte Fähigkeit lässt den Winzling mit Dauerfeuer im Kreis herumfliegen und umstehende Feinde niedermähen. Als Ausgleich hat der Zwergenzombie aber nur 50 Lebenspunkte und fällt dementsprechend flott um. Weil das noch nicht ausreicht, kann jede Klasse mit Unterklassen spezialisiert werden – aus einem Soldatenzombie wird so ein Zombie mit Taucherglocke, etwas anderen Fähigkeiten und einer anderen Primärwaffe; die futuristische Kopfgeldjägerorange (!) friert Feinde in ihrer eisigen Variante einfach fest, anstatt sie nur zu verwunden. Das schafft naturgemäß noch einmal Abwechslung und freut vor allem Freunde gepflegter Team-Action.Weil das den Machern noch nicht ausreicht, kann man verschiedene Perks wählen – wer hier nicht seinen Lieblingszombie findet, der ist einfach nur ein herzloses Monster. Außerdem kann übrigens wirklich jeder Spieler einen gefallenen Mitstreiter kurze Zeit lang wiederbeleben. Selbst ein nicht gerade für Anspruch und Teamwork bekannter Standard-Modus wie Team Deathmatch wird hier dank der verschiedenen klar abgegrenzten Klassen angenehm taktisch und ist meilenweit vom wilden Geballer und Gerenne anderer Military Shooter entfernt.

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I haz singleplayer #naow!

Die erste große Überraschung kommt dann zu Beginn der Entwicklerpräsentation: Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 hat einen Singleplayer. Das bedeutet im Klartext: Man kann jede Map, jeden Modus und alles komplett allein spielen. Weil es ganz allein doch langweilig ist, bekommt man drei KI-Schergen zur Seite gestellt. Nach dem Laden einer der – kreativen, abwechslungsreichen und richtig schönen… – Maps wählt man die gerade genannten drei KI-Schergen und wechselt feuchtfröhlich zwischen denen hin und her, wie es die Situation eben erfordert. Das macht entsprechend viel Laune und dürfte speziell für Neueinsteiger gut sein: Man kann sich an das Gameplay, die Klassen, die Maps und alles gewöhnen und dazu auch noch Erfahrungspunkte und Münzen sammeln.  Für die kauft man dann wie gewohnt im Ingame-Store Sticker-Pakete in verschiedener Qualität, die neue optische Inhalte (Augenklappen, abgedrehte Frisuren, Tatoos, Waffen-Skins und Co.) und Sub-Klassen bieten. Garden Warfare 2 wird wie der Vorgänger keine DLCs bekommen, sondern mit kostenlosen Erweiterungen versorgt werden; Mikrotransaktionen für Sticker-Pakete könnten dann aber auch im Bereich des Möglichen sein.

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My menu haz #moar #swag!

Entsprechend ausstaffierte Charaktere können dann bereits im Hauptmenü herumlaufen. Richtig gelesen: Es gibt ein zentrales Hub, in dem man zum Spielstart herumrennt. Das ist natürlich an sich nichts besonderes und dürfte auch auf hochgezogene, gerollte oder anderweitig komisch verrenkte Augenbrauen (ähnlich der einen Zombie- oder Pflanzenbrille…) treffen. Was uns allerdings auf den ersten Blick (bei der ersten Präsentation haben wir anfangs die Augenbrauen wirklich minimal hochgezogen) nicht direkt begeistert, macht schnell viel Spaß: Neben dem Zuschaustellen cooler freigeschalteter Charaktere, dem Einladen von Freunden zum Angeben und mehr (alles Geschmacksache) dürfen wir auch allein oder mit den – von unseren Errungenschaften maximal beeindruckten… – Freunden an einer epischen Schlacht teilnehmen: Wer die sichere Basis verlässt, steht auf einer Straße und wird eilig von KI-Truppen attackiert. Weil am anderen Ende des Hubs die andere Basis liegt – in der man sonst als ehemaliger Zombie herumläuft, wenn man zufälligerweise seine grüne Seite als Pflanze ausleben möchte… – kann man natürlich die Fraktion auch ganz flott wechseln. Böse Naturen wechseln natürlich die Seite, fallen den großartigen Truppen von Zomboss in den Rücken (Verrat!) und attackieren uns und unseren Oberboss Zomboss für eine grünere Welt und weniger Untote in der Nachbarschaft. Wir bleiben dem Oberzombie aber lieber treu und vernichten die Ökofraktion. Sobald man die feindliche Basis dann richtig attackiert, wird es richtig brutal: KI-Bossgegner, automatische Geschütze und mehr sorgen dafür, dass wir – und vor allem mit einem Xbox-Controller statt Maus und Tastatur! –  keine Chance ohne Absprache haben. Das macht überraschenderweise so viel Laune, dass wir auf dem Event die Mittagspause ganz entspannt nach hinten verschoben und für wüste Massenmorde in pixelsüß gesorgt haben. Und wer darauf absolut keinen Bock hat (und uns wegen der ganzen Hashtags und Pseudo-Modewörter sowieso schon als beschissenen Hipster abschreibt und kein Wort von diesem Absatz glauben will, während er die Vergangenheit mit viel besseren journalistischen Meisterwerken der totalen Seriosität sowie traditionellen Menüs ganz viel besser findet…), steht einfach unbeindruckt in der Ecke, geht per Escape-Button ins Menü und navigiert dort durch alle Funktionen.

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Zomboss Apocalpyse mit Fußball

Im Multiplayer herrscht dann das übliche Teamplay: Spawnen, loslaufen, mit einer Zombie- oder Pflanzentruppe in Richtung des Ziels stürmen und sich über die Maps freuen. Ein Vergnügungspark, eine Mondbasis, ein Kolosseum und sonst etwas lassen kaum Wünsche übrig und stecken voller Anspielungen, Humor und Details. Oftmals lockern die Entwickler die recht klar definierten Modi mit netten Ideen auf: Zum Ende des Modus, in dem man einen Kontrollpunkt nach dem nächsten einnehmen muss, müssen wir eine Kanone zu einem Fort schieben oder wir spielen mit vier Bällen Fußball auf dem Mond – das ist richtig cool. Dazu kommen Mutatoren: Singleplayer, Coop und Multiplayer ermöglichen es den Fans, die Regeln anzupassen. Dementsprechend ist die Gravitation niedriger, jeder hat nur einen Lebenspunkt oder explodiert beim Ableben. Und jetzt verbindet man beispielsweise diese drei Mutatoren und bekommt auf jeden Fall ein ganz eigenes Spielerlebnis…

Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 – Preview-Fazit: I(t) haz #brainz

Fangen wir mit dem einfachen Fazit an: Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 ist genau das, was man nach Teil 1 erwarten durfte. Der Humor ist so abgedreht und albern wie immer. Die Klassenbalance hat zwar gefühlt noch ein paar Macken; die „Third Person“-Gefechte rocken aber richtig; dazu sind Teamplay und Zusammenarbeit zum Glück genau so wichtig wie immer. Und dazu ist der Action-Titel einfach nur schön – Optik und Sound sind auf einem Level, dass man ziemlich gefahrlos von einem Pixar-Film sprechen könnte. Dazu kommen nette neue Ideen wie der Battleground, coole Ideen rund um die Maps, die Mutatoren für Multiplayer und Singleplayer und dazu auch noch der Singleplayer an sich. Oder anders gesagt: Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 macht das, was ein wirklich richtig guter Nachfolger eines wirklich guten Titels eben machen sollte: Die Stärken bewahren, neue Dinge bieten und Fans damit hoffentlich sehr glücklich machen. Wir können den Launch Anfang 2016 auf jeden Fall nicht mehr erwarten…

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