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Inhouse – Game of the Year Awards 2K15 Teil 1

battlefield-hardline-getaway-screenshots-3Zum Start in die letzten Tage vor Silvester haben wir das, was die Welt unbedingt gebraucht hat: Game of the Year Awards! Ansttat euch hundert Mal klicken zu lassen, den Preisverleihungsprozess auf vier Wochen auszudehnen und so zu tun, als ob das die Entscheidungen göttergleiche und unumstößliche Wahrheiten seien, halten wir es lieber kurz und knapp: Drei Platzierungen pro Genre, am Ende noch ein paar Sonderkategorien, eine kurze Begründung – mehr ist nicht nötig und auch nicht drin. Morgen folgt dann der zweite Teil.

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Bester Shooter

In der Theorie hätte das Shooter-Jahr 2015 ein außergewöhnliches Jahr werden können. Leider liegen zwischen Theorie und Praxis Welten, Tobsuchtsanfälle, ganz viele Postings und am Ende trauernde Shooter-Fans, die sich weinend fragen: Wie konnte es so weit kommen? Wie?!

  • Platz 3 – Star Wars Battlefront: Battlefront ist ultimatives Fastfood: Sieht toll aus, klingt toll, macht „Star Wars“-Fans sehr glücklich, während sie die Details am Heck des Millenium Falcon betrachten – aber rein vom Content her ist es dünn. Wenig Waffen, nur fünf Maps pro Modus, zwei Handvoll Starcards – das klingt wenig und das ist wenig. Dementsprechend enttäuscht sind viele Spieler. Ob der angekündigte kostenlose Content wirklich helfen wird, muss sich auch noch zeigen,
  • Platz 2 – Battlefield Hardline: Es ist kein Zeichen großer Stärke, dass Battlefield Hardline hier steht. Es ist vielmehr ein Zeichen der Schwäche der Konkurrenz, dass das Polizei-Battlefield hier landen konnte. Denn trotz aller Qualität und aller Alleinstellungsmerkmale (Setting, Gameplay, Humor…) : Battlefield Hardline ist nicht mehr als ein guter Team-Shooter, der kaum echte Neuerungen oder Ideen bietet. Zumindest funktioniert alles wirklich gut, sieht ganz nett aus, macht Laune und kann lange motivieren. Und das ist mehr, als viele Spiele dieses Jahr von sich sagen können.
  • Sieger – Rainbow Six: Siege: Gut, die Technik hat noch ihre Tücken. (Hi, lieber Netcode!) „Rainbow Six“-Veteranen gehen sowieso auf die Barrikaden, weil ihnen die Story fehlt und der Lore mit Füßen getreten wird. Und so cool wie erhofft ist die Technik dann trotz maximaler Detailzerstörung dann auch nicht. Trotzdem ist das neue Rainbow Six der beste Shooter des Jahres: Weil er Anspruch und Zugänglichkeit verbindet, Teamplay belohnt und immer wieder zum Weiterspielen motiviert.

 

Bestes Rollenspiel

Rollenspiele lassen uns in fremden Welten versinken. Wir werden zu Helden und Schurken, wir verändern die Welt, wir jagen und wir sammeln und wir leveln. Es gibt Geschichten, Legenden, oft Bugs und am  Ende diesen Moment der Marke „Wie ist es schon 4:00 Uhr geworden?!“ Kurz: Rollenspiele sind Zeitfresser erster Güte

  • Platz 3 – Divinity: Original Sin Enhanced Edition: Ihr habt davon noch nichts gehört? Tja – euer Pech. Humorvolle Charaktere, sehr viele unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten für Quests, spannende Geschichten und ein Kampfsystem, dass mit kombinierbaren Elementen zum Experimentieren einlädt, reichen zumindest für Platz 3.
  • Platz 2 – Fallout 4: Es sieht gut aus. Die Welt ist riesig. Man kann stundenlang in dieser postapokalyptischen Umgebung versinken. Auch das Schießen funktioniert wirklich gut. Aber irgendwie ist Fallout 4 trotz hunderten Stunden von Content, Mods und mehr ein Titel, der sehr kontrovers diskutiert wird – abseits von Schießen und klarem Schwarz-Weiß-Denken gibt es hier viel zu oft nur wenig. Die Welt ist laut vielen Fans nur Fassade für tolle Gefechte, hinter denen sich kaum lohnenswerte Dinge verbergen.
  • Sieger – The Witcher 3: Eine wunderschöne offene Welt. Geschichten, Entscheidungen, interessante Charaktere, ein cooles Kampfsystem und diese Atmosphäre – ja, The Witcher 3 bekommt sehr viel sehr richtig hin. Ein paar Schwächen in Bezug auf Nebencharaktere und Reaktionen der Welt auf uns vergeben wir da einfach mal und genießen lieber Geralts letztes Abenteuer.

 

Best Strategy

Strategiespiele sind immer noch nicht (wieder) wirklich groß im Geschäft. Trotzdem gab es auch dieses Jahr gleich zwei wirklich gute Spiele.

  • Platz 2 – Cities: Skyline: Eine eigene Stadt bauen, sie nach Lust und Laune anpassen, hunderte kleine Schieberegler bestimmen, hunderttausende Einwohner haben, Mods nutzen – was Sim City vor einigen Jahren nicht hinbekam, hat Cities: Skyline geschafft. Und all das ist ein echtes Vergnügen, das uns stundenlang fesselt, begeistert und am Ende für durchgezockte Nächte sorgt.
  • Sieger – Total War: Attila: Die Welt erobern, Politik und Handel stärken, riesige Schlachten schlagen – mehr ist nicht nötig, um Fans und auch uns hunderte Stunden zu begeistern. Das Endziel Weltherrschaft ist trotz einiger Macken (Die KI! Diese verdammte KI!) eben doch sehr motivierend…

 

Best Racing

Rennspiele gibt es wie Sand am Meer; wirklich groß war die Auswahl dieses Jahr aber nicht. Dafür gab es von allem etwas für Fans und Bleifußfetischisten.

  • Platz 3 – Project Cars: Viele Tracks, tolle Optik, viele Fahrzeuge – Project Cars macht vieles richtig und begeistert Rennspiel-Fans. Speziell das Drumherum abseits des Racetracks und die extrem sterile Karriere lassen aber noch viel zu wünschen übrig.
  • Platz 3 – Forza 6: Was für Project Cars gilt, gilt auch für Forza 6. Es gibt aber mehr Inhalte als beim Konkurrenten – mehr Rennstrecken, mehr Autos, mehr Möglichkeiten. Aber auch hier gilt: Forza 6 ist abseits des Fahrens trocken.
  • Sieger – Need for Speed: Top-Grafik und die Freude, endlich wieder im Underground-Style durch eine Metropole zu rasen, müssen für einiges entschädigen: Ein recht kleiner Fuhrpark, fehlende Online-Inhalt und Ähnliches sind Schwächen, die nicht sein müssen. Trotzem: Wer einen endlich wieder guten Tuning-Racer – der kontinuierlich kostenlos erweiter wird… – will, kommt an Need for Speed nicht vorbei.

 

Best Action

Actiontitel sind vieles und ganz sicher nicht so klar abgegrenzt wie Rennspiele. Das Jahr war dieses Mal auch wirklich reich an ihnen. Hier gibt es nun die drei Spiele, die uns am meiste beeindrucken konnten…

  • Platz 3 – Dying Light: Parcours-Elemente? Check. Zombies? Check. Brutales Gemetzel, selbegebaute Waffen, viel Abwechslung? Check, check und check. Daying Light ist eines der Spiele, die recht unterbewertet sind; dabei aber definitiv für Stunden und Tage fesseln können.
  • Platz 2 – Bloodborne: Die Welt sieht aus wie ein Fierbertraum, die Geschichte ist ein Fieberalptraum und wer bis hierhin durchgehalten hat, wird spätestens durch die brutal schweren Kämpfe und die deprimierende und verstörende Atmosphäre in den Wahnsinn getrieben werden. Wie auch für das vom selben Entwickler kommende Dark Souls gilt für Bloodborne: Es ist schwer, es ist anspruchsvoll, es kann massiv frustrieren, es schenkt einem nichts. Und genau darum und genau dafür wird es geliebt.
  • Sieger – Rise of the Tomb Raider: Das neue Abenteuer von Lara Croft ist alles, was man sich wünschen kann. Es erzählt eine tolle Geschichte, es bietet einen wunderbaren Mix aus Klettern, Schleichen und Action und es schafft es, dass man voll und ganz in der Welt versinkt. Anders gesagt: Es ist einfach ein Traum.

 

Morgen geht es dann mit Sonderkategorien, den größten Enttäuschungen und am Ende der Wahl des Spiel des Jahres weiter und dem Ende entgegen.

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