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Inhouse – Game of the Year Awards 2K15 Teil 2

battlefield-4-screenshots-operation-outbreak-18Die Lesekarawane zieht weiter, das Ende des Jahres steht direkt bevor (Hier dürft ihr euch einen „The end is nigh“-Witz denken) und wir haben den zweiten und letzten Teil unserer „Game of the Year“-Awards für euch. Heute dreht sich vieles um Sonderkategorien und dann am Ende die ganz große und zentrale Frage: Welcher Titel war aus unserer Sicht so großartig, dass wir den goldenen „Game of the Year“-Award krachend über dem Entwicklerhauptsitz aus unserem Hubschrauber schmeissen und hoffen, dass er seinen Weg auf den richtigen Schreibtisch findet, ohne jemanden zu erschlagen? Findet es jetzt heraus…

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Beste Story

Geschichten sind  manchmal das A und O in Spielen; meist nimmt die Geschichte aber eine weniger wichtige Position ein.  Glücklicherweise gab es abseits von Explosionen, reinen Multiplayer-Erfahrungen und heroischem Gebrüll auch noch Spiele, in denen es wirklich um die Geschichte ging…

  • Platz 3 – Until Dawn: Ein Haufen Teenies in einer eingeschneiten Waldhütte? Mal ehrlich: Was kann da schon schiefgehen? Weil es ein Horrorspiel ist, geht natürlich alles daneben. Als Spieler steuert man nun nach und nach die verschiedenen Charaktere, lässt sie große Entscheidungen treffen oder per Quicktime-Event ums Überleben kämpfen und hofft, dass am Ende möglichst viele überleben. All das it wirklich großes Kino.
  • Platz 2 – Tales from the Borderlands: Liebenswerte und schrullige Charaktere, eine tolle Inszenierung – ja, selbst wenn Telltale-Spiele selten wirklich Spiele mit echtem Gameplay sind, ist das eine tolle Erfahrung. Unsere Empfehlung: Unbedingt spielen, genießen und sich drüber freuen, dass es noch solche Kleinode gibt.
  • Sieger – Life is Strange: Hier wollen und müssen wir einfach mal auf jede noch so wichtige Objektivität pfeifen. Dieser herrliche Soundtrack. Diese tollen Charaktere, mit denen man leidet, die man versteht, die einem wirklich etwas bedeuten. Diese Welt. Diese zwar gar nicht so anspruchsvolle Grafik, die doch wie aus einem Guss wirkt. Life is Strange ist ein  Spiel, das es nur ganz selten gibt, das dabei weder großes Action-Spiel oder gottverdammtes verkopftes Art-Game ohne Spaß und dafür ersatzweise viel Pseudointellekt ist. Es ist einfach nur ein Meisterwerk.

 

Best Tech

„Grafik ist nicht wichtig!“ Echt? Schön, dann bitte weiterlesen. Wem die Technik doch wichtig ist, der liest sich das hier trotzdem durch.

  • Platz 3 – The Order: 1866: Gut, das Spiel ist kurz, komplett zu vergessen und einfach nur ein stupides lineares Geballer, das viel zu schnell rum ist. Aber diese Grafik! Diese tolle Inszenierung strunzdummer Twists und Turns! Technisch stimmt hier alles.
  • Platz 2 – Battlefield 4: Sind wir jetzt endgültig übergeschnappt / zu Fanboys mutiert / irre geworden? Ein über zwei Jahre altes Spiel in dieser Liste? Keine Sorge: Das hat alles seine Richtigkeit und einen Grund: Die letzten Netcode-Updates bringen Battlefield 4 in Bezug auf Treffererkennung in eine Liga mit eSports-Titeln, die zufälligerweise keine Zerstörung, 64 Spieler auf dem Server, Fahrzeuge und mehr bieten. Und optisch muss sich der DICE-Shooter jetzt auch nicht verstecken.
  • Sieger – Star Wars Battlefront: Schaut einfach mal ganz genau hin. (Also so wirklich ganz genau.) Sah ein Spiel jemals besser aus? Screenshots aus Battlefront könnte man – ebenso wie Spielszenen… – locker als Filmmaterial verkaufen. Dazu kommen noch niedrige Hardware-Anforderungen, tolle Stabilität und Performance – besser geht es nicht.

 

Best Singleplayer

Wenn wir uns nicht online prügeln, dann spielen wir auch gerne mal ganz alleine. Singleplayer-Titel mögen dem einen zu langweilig, dem anderen zu doof und wieder jemanden zu einfach sein – die Möglichkeit, fremde Welten zu erleben, ist aber trotz allem sehr wichtig und wunderbar.

  • Platz 3 – Rise of the Tomb Raider: Eine Inszenierung wie ein Action-Film. Tolle Technik. Bewundernswerte Massen an Inhalten. Kurz: Mit Rise of the Tomb Raider kann man nichts falsch machen, wenn man einen coolen Action-Titel rund um Lara Croft will.
  • Platz 2 – The Witcher 3: Hexer Geralt redet, liebt, säuft, reitet, metzelt, bastelt sich neue Ausrüstung. Und während die Stunden verstreichen und wir immer tiefer in die riesige offene Welt eintauchen, werden wir immer wieder überrascht, begeistert und fühlen uns trotz aller Härte und Schroffheit immer mehr heimisch. Sicher: Perfekt ist nicht alles. Aber das ist uns sowas von egal, dass man es kaum erwähnen kann.
  • Sieger – Life is Strange: Eine wunderbare Geschichte. Eine umwerfende Atmosphäre. Ein Spiel, das uns ernst nimmt, das seine Protagonistin trotz aller Zeitmanipulation als wirklich als echten Menschen zeigt – besser geht es kaum. Die paar Macken des Titels (Lippensynchronität und sehr einfache Rätsel) vergeben wir da nur zu gerne.

 

Best Multiplayer

Wir stürmen hunderte Stunden lang über Maps, metzeln, fluchen, feiern, schalten Ausrüstung frei, werden besser, beschuldigen wildfrmede Menschen als Hacker und haben einen Tinitus vom Gebrüll wütender Gegner – ja, wir lieben Multiplayer. Selbst wenn es dieses Jahr nicht so viele Toptitel gab, wie man davor erwarten konnte.

  • Platz 3 – Battlefield Hardline: Gut, wir kennen das alles trotz netter Ideen und dem Setting fast alles schon halbwegs aus Battlefield 4. Und? Wird es dadurch schlechter? Natürlich nicht. Ganz im Gegenteil: Battlefield Hardline ist ein sehr guter Multiplayer-Shooter, der auch noch dank Setting und netter Ideen eigenständig genug ist. Nur die Spielerzahlen zeigen das nicht direkt.
  • Platz 2 – Bloodborne: Bloodborne ist sicherlich kein normaler Multiplayer-Titel. Aber das Vermischen von brutalem Singleplayer mit der Option, dass andere Spieler uns unterstützen oder sogar attackieren können, ist einfach nur eine tolle Idee.
  • Sieger – Rinbow Six: Siege: Natürlich gewinnt bei uns ein Shooter. Aber es wird noch besser: Es ist ein Taktik-Shooter. Keine Respawns, 5 versus 5, ein Kopfschuss tötet sofort – das ist nicht immer optimal und perfekt, begeistert uns aber trotz allem Frust über fiese Camper hinter selbstgemachten Wänden. Und ja: Die komplette und unglaublich detaillierte Zerstörung ganzer Wände ist klasse.

 

Best Publisher

Wir wissen es: Publisher müssen Geld verdienen! Und dazu tun sie viele Dinge, die nicht immer fein sind. (Hey – wer will denn nicht unendlich viel Top-Content komplett kostenlos? Eben.) Hier geht es jetzt um die drei Publisher, die sich über die veröffentlichten Spiele, die Entscheidungen und das Gesamte vor allen anderen herausgetan haben. Vielleicht heißt das auch nur, dass sie nicht ganz so beschissen sind wie der Rest. Sucht es euch aus.

  • Platz 3 – Leider niemand: Wir würden gerne 2K Games nennen. Aber die haben Evolve mit Mikrotransaktionen und DLCs im Wert von mehreren hundert Euro (!) beballert. Und auch ein Square Enix hat Rise of the Tomb Raider erst einmal Xbox-exklusiv gemacht; ein Namco Bandai hat sich auch nicht mit Ruhm bekleckert und Activision ist sowieso böse. (Schaut euch nur mal die „Current Gen“-Versionen von Call of Duty: Black Ops 3 an.) Oder kurz und knapp: Es gibt keinen Platz 3, weil die übrigen Publisher selbst nach unseren niedrigen Standards für diese Kategorie zu mies waren.
  • Platz 2 – Ubisoft: Rainbow Six: Siege ist toll. Es gibt Ressourcen für kleinere Titel wie This War Of Mine. Und am Ende enttäuscht man uns dieses Jahr auch nicht mit Bug-Festen, massiv abgespeckten Spielen oder sonst etwas. Das ist vielleicht nicht viel – es reicht aber für Platz 2. (Welch trauriger Kommentar zur Lage der Gaming-Welt. #Tears)
  • Sieger – EA: Der Wut-Gamer wird sich sofort bestätigt fühlen. Schwarzgeld, Bankkonto auf den Caymanns, Nutten und Koks beim letzten EA-Event – endlich sind wir überführt. Ha! Er wusste es! Lügenkresse! Aber mal im Ernst: Toller Support und kostenlose Inhalte für alte Spiele, blitzsaubere Launches, wirklich gute Spiele, viele Detailverbesserungen – EA macht es einfach besser als der Rest der Publisher.

 

Best Developer

Sie entwickeln unsere Spiele; sie werkeln Jahre an einem einzigen Titel – Entwickler sind die Leute, die unsere Visionen, Hoffnungen und Träume in Händen halten, sie vielleicht umsetzen und uns ab und an richtig überraschen.

  • Platz 3 – Visceral Games: Was hat Visceral Games besonders gut gemacht? Sich beispielsweise mit EA angelegt, um Battlefield Hardline zu verschieben. Sie haben Battlefield Hardline wunderbar mit auch kostenlosen Inhalten versorgt. Und ohne echte Erfahrung wurde ein Battlefield auf die Beine gestellt, dass teilweise deutlich besser als Battlefield 4 ist. (Vor allem wenn man UCAV, Möser und Co. als Teufelszeug betrachtet.)
  • Platz 2 – CD Project Red: Schaut euch The Witcher 3 an. Schaut euch an, wie liebevoll und atemberaubend dieser Titel ist. Bewundert die Content-Mengen des ersten echten Adons – so viel Inhalt für so wenig Geld gab es quasi nie. Und vergesst den armseligen PR-Stunt mit „18 kostenlosen DLCs“, bei denen es sich am Ende um ein herausgeschnittenes Quest und noch viel öfter um ein paar Skins handelte. CD Project Red ist toll.
  • Sieger – DICE L.A.: Kostenlose Maps. Kostenlose Inhalte. Ein unglaublicher Support. Immer ansprechbare Entwickler. Was DICE L.A. leistet, ist einfach ein Lob der Extraklasse wert: So eine Kommunikation und so ein Respekt vor der Community sind heute unvorstellbar selten geworden. Und dieses Jahr hat sich nur DICE L.A. so um ein Spiel und seine Fans gekümmert.

 

Enttäuschung des Jahres

Bevor es um die absoluten Top-Titel geht, haben wir eine Überblick über die gleich vier Dinge, die uns dieses Jahr am meisten enttäuscht haben. Bewerfen wir die Verantwortlichen einfach mit dicken und fetten Brocken virtueller Verachtung.

  • Platz 4 -Mieser Journalismus: Tägliches Clickbaiting, fehlende (positive) Infos, bedingungsloses Anbiedern bei einigen Schreihälsen, keinerlei Einhalten von Standards und dafür einseitiges Bashing oder nackter Hype, wenn es gerade opportun scheint – es gab diverse Magazine, die uns dieses Jahr massiv enttäuscht haben. Fast mehr nervt uns nur noch, dass diese Magazine trotzdem noch einen gewissen Erfolg haben können.
  • Platz 3 – Star Wars Battlefront: Star Wars Battlefront ist ein an sich toller Shooter. Aber es gibt wenig Inhalte. Und was noch viel schlimmer wiegt: Es hätte so viel mehr sein können! Und so findet sich Battlefront als wohl größte Enttäuschung des Jahres wieder – nicht, weil es schlecht ist, sondern weil es so weit hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben ist.
  • Platz 2 – Batman: Arkham Knight: Schaut euch die PC-Version an. Letzter Stand: „Das können wir leider nicht mehr in Ordnung bringen.“ Danke für nichts. Macht es richtig oder lasst es sein.
  • Verlierer – Valve: Das mag jetzt hart klingen. Aber mal ehrlich: Abseits von angeblichen Sicherheitslücken bei Steam hat man nur die Sales um die Flash-Deals beraubt, Half Life 3 ist immer noch nicht veröffenlicht oder auch nur angekündigt worden und die Steam Machine wird nur deshalb nicht als Fail des Jahres genannt, weil wir eigentlich alle vergessen haben, dass Valve mit teuren Wohnzimmer-PCs die Konsolen attackieren wollte. Selten hat uns ein Entwicklerstudio so massiv enttäuscht wie Valve im Jahr 2015.

 

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Battlefieldseries.de-Game of the Year 2015

Es gibt keine subjektivere, heißdiskutiertere und extremere Kategorie als das finale „Der da hat gewonnen! So!“ Es gab dieses Jahr viele Spiele, die begeistern konnten, die überrascht haben – es gab aber kaum ein Spiel, das uns nachhaltig wirklich sehr lange beschäftigt hat und dabei neue Maßstäbe gesetzt hat.  Trotzdem muss ein Sieger her…

  • Platz 3 – Rainbow Six: Siege: Taktik? Ist da. Gute Technik? Auch vorhanden. Anspruch? Unbedingt! Rainbow Six: Siege ist vielleicht nicht perfekt. Es ist aber ein einzigartiges Spiel, das viele Leute sehr glücklich macht. Und vielleicht ist es auch eine Hoffnung für Hardcore-Shooter-Freunde, die Counter Strike noch nie gemocht haben.
  • Platz 2 – The Witcher 3: The Witcher 3 hätte das ultimative Rollenspiel werden können. Das wird leider durch ein paar Fehler – fehlendes Reagieren der Welt auf unsere Entscheidungen und etwas dünne Charaktere – sabotiert. Abseits davon ist das Rollenspiel von CD Project Red aber der feuchte Traum aller Rollenspiel-Fans (die keine isometrische Ansicht wollen und mit Action klarkommen).
  • Sieger – Life is Strange: Nennt uns verrückt, entzieht uns euer Like, sprengt euch mitsamt Weihnachtsbaum in die Luft – es ist uns egal. Wir stehen zu Life is Strange als unserem Titel des Jahres 2015. Im Kreis aller großen „Triple A“-Produktionen, aller riesigen Budgets, aller monströsen Explosionen ist Life is Strange ein Titel, der emotional berührt, der seine Geschichte und Protagonisten in den Mittelpunkt stellt und endlich mal mehr tut, als nur eine endlose Sammlung an Explosionen abzufeiern oder vierhundert Fragezeichen auf einer Minimap als Content zu verkaufen.

 

Übrigens: Wir haben keine „Bestes Sportspiel“-Kategorie, weil da sowieso nur FIFA gewinnen würde. Das macht doch keinen Spaß und ist so vorhersehbar, dass wir es einfach seinlassen.

Editor & Admin of battlefieldseries.de knowing everything about shooters. Marketing man. All thoughts my own. Call me Mike or forget it. #Yolo #Swag #Catz

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