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Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 – Review: Größer, schöner und abgedrehter

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Beginnen wir unseren zomboss-tastischen Testbericht mit all den Dingen, die man zu Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 unbedingt wissen muss: Pflanzen und Zombies (angeführt vom verpeilten Eddy und dem bösen Superhirn Zomboss) hassen sich und nutzen darum jede nur denkbare Gelegenheit, um sich gegenseitig zu erledigen. Damit das nicht zu langweilig wird, hat jede Fraktion eigene Klassen, die man im „Third Person Shooter“-Style durch die Gegend steuert, auf Feinde zielt und abseits der Primärwaffen auch noch jeweils drei Fähigkeiten einsetzt. Weil das allein nicht genug für ein Vollpreisspiel ist, haben die Entwickler dazu noch Singleplayer-Missionen, massig Coop-Aufträge, zwölf Maps und einen ganzen Stapel Multiplayer-Modi sowie ungefähr fünfhunderttausend abgedrehte Unlocks ins Spiel gepackt. Und wir fragen jetzt ganz gespannt und maximal rethorisch uns selbst: Kann das Spaß machen und ist es wirklich eine Reise nach Zomburbia wert?

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#Brainz are love

Wir könnten jetzt erwähnen, dass es kein Menü gibt, sondern dass wir zum Spielstart im HUB entweder als Pflanze oder als Zombie spawnen, durch eine lustige Basis laufen, Aufträge annehmen, unsere Erfolge bestaunen oder allein oder mit Mistreitern den Feinden auf der anderen Seite der Straße aufs untote Maul oder die Blüten geben können. Das mit der anderen Straßenseite ist übrigens komplett ungelogen wirklich so: Die Pflanzen- und die Zombie-Basis sind nur durch eine mickrige Straße und einen Garten voneinander getrennt. Wer sich etwas warmschießen will, lädt ein paar Freunde ein, hisst seine Flagge exakt in derMitte zwischen beiden Basen und bekommt Wellen von Gegnern inklusive Bossmonstern vor die Flinte. Wie so vieles in Garden Warfare 2 ist das aber absolut optional: Wer keinen Bock hat, sucht sich direkt ein Multiplayer-Match, in dem bis zu 24 Mann pro Server Waffen, Zauberstäbe, Fäuste und Haifischkanonen sprechen lassen. Die Klassen aus dem Original von 2014 sind wieder dabei und haben dazu noch Zuwachs bekommen. Das tut der Abwechslung gut und mit Ausnahme einer Klasse – verdammt seiest du, zaubernde Rose mit Namen Rose! – passt die Balance wunderbar. Folglich läuft man lustig-nett animiert los, zielt auf Feinde und ballert dann drauflos. Noch cooler: Ohne Teamplay geht nichts – ohne Heiler sieht man ebenso kein Land wie ohne Nahkämpfer. Ganz nebenbei sorgt Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 damit für ein wunderbares Teamplay – es gibt ja Belohnungen für alles und jede Klasse lädt dazu ein, wirklich alle möglichen Fähigkeiten zu nutzen.

I can haz #moar modes?

In Bezug auf Spielmodi ist der Multiplayer das, was man schon kennt: Mal greift eine Seite an und muss einen Punkt erobern, bevor der Timer abläuft, dann gibt es im „Team Deathmatch“-Modus aufs Maul und wieder einmal muss man Gnome erobern und damit Ziele sprengen. Neu ist hier quasi gar nichts – wer alle kostenlosen DLCs des Originals gezockt hat, wird in Bezug auf die Modi nicht umgehauen. Dafür haben die Entwickler beim Map-Design eine ganze Schippe draufgelegt: Auf einer Mondbasis laufen wir auch mal in Gebieten mit verminderter Schwerkraft herum, wir stürmen einen Vergnügungspark oder toben uns in Zomburbia aus. Dazu strotzen die Schlachtfelder nur so vor Details, lustigen Anspielungen und teils absurden Elementen – in einem Vergnügungspark müssen wir zum Abschluss etwa ein Tor des Schlosses stürmen und schieben dazu eine Ramme in Stiefelform vor uns her. Kurz: Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 ist abgedreht, die Umgebungen sind abwechslungsreich und der Humor passt auf jeden Fall auch.

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I love my #swag!

Damit das Ballern und Aktivieren der Skills nicht so langweilig wird, gibt es für quasi jede Aktion und speziell für Teamplay und Siege Münzen. Mit denen schaltet man dann Sticker-Pakete frei, die optische Unlocks, neue Waffen, neue Versionen der Charaktere oder auch Consumables beinhalten. Richtig gelesen: Man schaltet nicht nur eine neue Waffe oder meinetwegen einen untoten Piraten frei, der sich auch anders spielt, sondern bekommt – ebenso wie im Vorgänger… – Karten, mit denen man als Pflanze stationäre Pflanzen wachsen lassen und als Zombie KI-Zombies aus dem Boden holen kann. Das kann das Gefecht schon einmal umwerfen – und ein Heil-Automat hilft den Zombies beispielsweise mehr als nur etwas. Besonders schön sind natürlich die abgedrehten optischen Unlocks, mit denen jede Pflanze und jeder Zombie am Ende so verrückt aussieht, dass man hofft, dass die Entwickler einem etwas von dem Zeug abgeben, dass sie als Inspiration nutzen. Ganz nebenbei schalten die jeweiligen Klassen noch über Rangaufstiege ein paar Perks frei, die man beliebig kombinieren kann – schnellere oder stärkere Heilung und Co. sorgen dafür, dass man jede Klasse nicht nur optisch individualisiert. Und haben wir erwähnt, dass die Klassenfähigkeiten in verschiedenen Versionen vorliegen? Wer hier nicht glücklich wird, ist ein böser Mensch.

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Much to do

Wem der Multiplayer zu stressig ist, der ballert fröhlich im Coop-Modus herum, versucht die Misionen der einzelnen Charaktere zu erledigen – und bekommt dabei lustige Hintergrundinformationen zu ihnen… – oder versucht sich im Survival-Modus. Fair: Man sammelt so auch Punkte und steigt im Rang auf, was einem im Multiplayer zugute kommt. Jede verfeuerte Bohne, Kugel und jeder Schlag auf die Pflanzenzwölf führen also dafür, dass man im nächsten Multiplayer-Match cooler aussieht und mehr Möglichkeiten und Optionen hat – so und nicht anders geht perfekte Motivation. Außerdem kann man Singleplayer-, Coop- und auch Multiplayer-Matches mit ein paar Mutatoren aufmotzen: Soll schon eine Kugel tödlich sein? Soll man höher springen können? Das ist vielleicht nicht die Neuerfindung des Shooter-Rads, man hat aber auf jeden Fall mehr als genug zu tun und dazu vor allem Motivation ohne Ende.

Such #vizuals. Much #Froztbite #Wow

Und jetzt die große Frage: Wie gut ist die Technik? Gut – wir sind mit der Frage etwas spät dran. Seit geraumer Zeit macht die Garden Warfare 2 zugrunde liegende „FrostBite 3“-Engine eine kriminell gute Figur und ist für so viele sauber gelaunchte Spiele eingesetzt worden, dass man sich um die Technik keine Sorgen machen muss. Dazu sieht der Comic-Stil mehr als nur etwas gut aus – den Vergleich mit einem Pixar-Film muss der Team-Shooter an vielen Ecken nicht scheuen. Dazu kommen herrlich nervig-eingängige Musikstücke, tolle Soundeffekte und Animationen, die einfach nur passen. Oder anders gesagt: Technisch ist Garden Warfare 2 einfach nur sauber und rund. PC’ler könnten allerdings die Ping-Anzeige oder einen Server-Browser  vermissen; dazu laden die – traditionell dedizierten und stabilen – Server die neue Map oftmals deutlich langsamer als ein flotter PC mit SSD. Aber das ist Gemecker auf sehr hohem Niveau, wenn man von einem Fun-Shooter spricht.

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Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 – Review-Fazit: #Motivation #Fun #Awesome

Die ganz zum Anfang unseres Testberichts gestellte Frage hätte man in Rekordzeit beantworten können: Ja. (Oder man macht das, was wir getan haben: Die Frage stellen, ganz viel schreiben und am Ende die Antwort geben. Voll unkreativ, aber sehr bewährt.) Ja, Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 ist ein Spiel, das Spaß macht. Es sieht cool aus, es erzeugt eine motivierende Suchtspirale und das Gameplay rockt. Noch hakt die Balance bei Rose zwar etwas und wir hätten uns – wie das eben immer ist… – ein paar weitere Maps gewünscht. Da es aber bald Patches und kostenlose DLCs geben wird, können wir darüber aber hinwegsehen – 12 Maps zum Launch und die Tonne an Klassenvarianten, Unlocks, optischem Schniockschnack und Co. reichen auf jeden Fall. Und die erste kostenlose neue Map wurde bereits angekündigt. Oder ganz kurz gesagt: Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 ist ein toller Nachfolger, den jeder gern spielen kann, der einen Team-Shooter mit Humor, Teamplay und vielen Inhalten möchte. Und jetzt werden wir unserem Herrn und Meister Zomboss weiter dienen…

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