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Star Wars Battlefront – Inhouse-Inhaltskriege: Von zu wenig und sauber bis genug

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Als Star Wars Battlefront erschien, gab es eine sehr gute und eine sehr schlechte Neuigkeit: Anders als die meisten bis dato erschienen DICE-Titel wurde der „Star Wars“-Shooter in technisch einwandfreiem Zustand veröffentlicht. Quasi als Ausgleich gab es allerdings nur wenige Inhalte: Insgesamt zwölf Schlachtfelder auf vier Planeten, wobei pro Planet eine wirklich große, eine sehr kleine und eine für Luftkämpfe ausgelegte Map vorhanden waren, waren (und sind) schlicht und ergreifend sehr wenig für einen Vollpreistitel. Auch die Coop-Maps und -Missionen konnten zum Launch nicht darüber hinwegtäuschen, dass DICE dieses Mal maximal auf Klasse statt Masse gesetzt hatte.

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Von (zu) wenig zu viel

In den darauf folgenden Wochen und Monaten hat das schwedische Studio dann allerdings mehr als nur etwas beachtlich nachgebessert: Mit dem „Battle of Jakku“-DLC folgten noch vor Weihnachten ein neuer Planet, ein neuer Modus und zwei neue Schlachtfelder. Danach ging es auf die selbe Art und Weise weiter: Neue Heldenkostüme, neue Coop-Maps und eben vor allem neue große Schlachtfelder und der „Turning Point“-Modus für alle Maps wurden kostenlos nachgereicht. Für die großen Modi Turning Point, Walker Assault und Supremacy stehen damit aktuell sieben Maps zur Verfügung; wer alle Multiplayer-Schlachtfelder zählt, kommt aktuell auf 17 – das ist für ein Vollpreisspiel bereits auf jeden Fall ein guter Wert. Auch Coop-Fans wurden mit frischen Inhalten beglückt. Außerdem sollen später weitere kostenlose neue Inhalte inklusive Waffen, Starcards und Maps veröffentlicht werden.

Ein EA-Muster

Wer sich ein kleines bisschen bei EA umschaut, entdeckt gleich mehrere weitere Spiele, denen es genau so ergangen ist: Plants versus Zombies: Garden Warfare und Plants versus Zombies: Garden Warfare 2 wurden – beziehungsweise werden – nach einem inhaltlich nicht unbedingt riesigen Launch mit kostenlosen neuen Maps und Charakteren erweitert. Need for Speed wurde mit frischen Events, Features und Fahrzeugen versorgt, Battlefield Hardline hat mehr als 25 kostenlose neue Waffen bekommen und neue kostenlose Charaktere für Kampfspiele wie EA Sports UFC gehören sowieso schon zum guten Ton. Auffällig sind dabei gleich mehrere Dinge: Jeder der genannten EA-Titel erschien technisch in einem blitzsauberen Zustand; war aber oftmals inhaltlich etwas schwach auf der Brust. Speziell Star Wars Battlefront hat das auf die Spitze getrieben und viele Fans damit mehr als nur etwas verärgert. Nach dem Launch haben die Entwickler dann kostenlos nachgebessert und dafür gesorgt, dass man regelmäßig einen Grund hatte, wieder in Battlefront vorbeizuschauen. Das mag an sich zwar nicht die schlimmste Idee sein; angesichts der traditionellen Tests zum Launch und dem nicht guten Eindruck auf nicht wenige potentielle Käufer ist die Strategie aber dezent suboptimal. (Ja, das ist ein herrlicher Term.)

Und was das alles bedeuten soll

Wir können heute mit gutem Gewissen sagen: Star Wars Battlefront hat genug Inhalte, damit man langfristig beschäftigt sein kann. (Und das macht uns wirklich glücklich.) Warum man darauf allerdings fast ein halbes Jahr warten musste, ist ein sehr spannendes und gerade in Hinblick auf die Zukunft möglicherweise auch beunruhigendes Thema. Wir können uns bei Battlefront natürlich vorstellen, dass vor allem Disney als Rechteinhaber der „Star Wars“-Franchise auf einen Release pünktlich vor dem Filmstart gedrängt hat. Rein von den Verkaufszahlen ist diese Strategie aufgegangen – die Verkaufsprognose wurde locker übertoffen, was für EA und Disney natürlich gute Nachrichten sind. Abseits der – dezent anstrengenden… – Diskussion über Spieltiefe hat aber vor allem der inhaltlich dünne Launch den Spielerzahlen nicht gut getan; den Ruf, dass Battlefront wenig Inhalte mitbringt, wird der Titel wohl kaum loswerden. Und so gerne wir kostenlose neue Inhalte sehen: Während Dragon Valley und Operation Outbreak bei Battlefield 4 ein netter Fan-Bonus sind, waren die neuen Inhalte bei Battlefront beinah schon zwingend notwendig gewesen, damit es wirklich ausreichend Inhalte in dem Vollpreistitel gibt. Das ist eine Entwicklung, die wir verhältnismäßig ungern sehen, da sich treue Fans zum Launch so im schlimmsten Fall abgezockt fühlen und es der Spielerbasis einfach nicht gut tut. Gleichzeitig sind regelmäßig veröffentlichte kostenlose Inhalte perfekt, um Spieler zurückzuholen – im Falle von Battlefront hat man also aus einer nicht guten Situation womöglich das Beste gemacht. Und natürlich wollen wir zum Schluss erwähnen, dass das Hier und Jetzt das ist, was zählt – und da gibt es in Battlefront mehr als genug zu tun.

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