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Battlefield 5 – Inhouse: Wie man für mehr Teamplay sorgen kann

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Aktuell ist zu Battlefield 5 nur bekannt, dass der Miltitär Shooter irgendwann Ende 2016 erscheinen soll. Details zum Setting sucht man noch vergebens; aktuell schwirren Hinweise auf Modern Warfare oder Future Warfare herum und auch ein Bad Company 3 wird genannt. Anstatt sich um Setting und Co. Gedanken zu machen, stellen wir uns heute aber eine viel spannende Frage: Wie wird das mit dem Teamplay endlich was? DICE L.A. Producer David Sirland würde es laut eigener Aussage am liebsten sehen, wenn die Spieler mit quasi jeder Aktion dem Team helfen könnten – zwingen will man also niemanden. Und wir haben uns genau zu diesem Thema ein paar Gedanken gemacht…

Erst einmal: Was ist Teamplay überhaupt?

Das klingt – zugegebenermaßen… – nach einer doofen Frage. Das weiß doch jeder, oder? Wir vermuten: Nicht so wirklich – fragt man in der Community nach, dann bekommt man X Antworten: Reines Spotten, Wiederbeleben und Aufmunitionieren werden ebenso genannt wie weiterführende Dinge wie taktische Absprachen. Wir sehen das Thema ganz einfach: Aufmunitionieren, Spotten, Wiederbeleben, Reparieren und Co. sind der Grundbestandteil. Am Ende kann ich beispielsweise in Rainbow Six Siege oder Counter Strike aber auch im Team spielen, ohne jemanden wiederzubeleben oder jemandem Munition hinwerfen. Absprachen und taktisches Vorgehen gehören also auch dazu – aber mal ehrlich: Wenn es schon am Wiederbeleben oft genug krankt, dann wird das mit der taktischen Absprache auch nichts.

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Nein, das Thema ist nicht so einfach, wie wir das gerne hätten

Wann immer das Thema auf das regelmäßig fehlende Teamplay in Battlefield kommt, dann wird in Rekordzeit eine schnelle Lösung nach der nächsten vorgeschlagen. Die Kill/Death-Ratio rauskicken, Gewinner bekommen die doppelten Punkte, die Punkte für Teamplay-Aktionen werden verfünffacht oder sonst etwas und schon sollen sich alle Probleme in Luft auflösen. Unter uns gesagt: Wir haben da unsere Zweifel. Abschüsse und Tode im Scoreboard verhindern beispielsweise definitiv kein gutes Teamplay – oft sind sie sogar das Ergebnis davon. Und bereits jetzt bekommt man für einfache Dinge wie das Hinwerfen eines Medipacks tonnenweise Punkte, ohne große Risiken auf sich nehmen oder auch nur viel tun zu müssen. Und während die Option, statt Teamplay-Gadgets andere Spielzeuge einzupacken, dem Teamplay nicht so gut tut: Allein daran wird es nicht liegen, wie oft die Spieler einen tot in der Ecke liegen lassen, uns trotz Schreikrampf kein Munitionspaket hinwerfen oder anderweitig nicht kollegial sind. Es ist aber ein wichtiger Bestandteil des Problems.

Lösung Teil 1: Klassen und Gadgets anpassen

In Battlefield 3 und Battlefield 4 sind die Klassen meistens Alleskönner. Egal ob im Nahkampf, auf kurze, mittlere oder große Entfernung – man kann eigentlich immer und klassenunabhängig locker aufräumen. Dazu gibt es eine Tonne an Gadgets, die man einpacken kann, die oft gar nicht so nützlich sind. Mal ehrlich: Ein UCAV ist doch nicht spaßig, sondern nur nervig. Und doch sitzt immer wieder jemand in der Mainbase und benutzt nur das – lange Pausen des Wartens inklusive. Wie es besser geht, hat Battlefield Hardline gezeigt: Jede Klasse hat drei oder vier Rollen und zentrale Aufgaben, sinnlose Ausrüstung sucht man vergeblich. Bereits Battlefield 2142 und Bad Company 2 haben das wunderbar hinbekommen: Keine klassenübergreifenden Waffen, mehrere zentrale Rollen pro Klasse und genug Freiheiten, und schon ist man trotzdem dazu verdammt, gemeinsam zusammenzuarbeiten, um wirklich erfolgreich zu sein. Oder kurz und knapp gesagt: Wenn ich nicht mit jeder Klasse fast alles hinbekommen kann und es zwar viele, aber niemals sinnlose oder nervige Gadgets (für uns zählt jedes Remote-Gadget dazu) gibt, dann wird vieles besser. Was auch helfen könnte: Sollten Munitionspaket, Medipack und Reparaturwerkzeug immer eingepackt sein, dann kann das der Zusammenarbeit nicht schaden.

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Die Infos fehlen

Aus unserer Sicht würde ein etwas schlankeres und auf das Wesentliche konzentrierte  Klassensystem also definitiv helfen. Aber es hilft ganz sicher nicht bei der fehlenden Zusammenarbeit abseits davon. Als gestandender Battlefield-Spieler weiß man natürlich, was man zu tun hat – die wirklich guten Spieler sind am Rundenende ganz oben im Scoreboard, haben ein mindestens präsentables Verhältniss von Abschüssen zu Toden und dazu noch eine ganze Tonne an Punkten. Und warum? Weil sie oft wissen, wohin sie als nächstes laufen sollen und wo sie gebraucht werden. Das ist etwas, was der Battlefield-Neuling meistens nicht hinbekommt. Und warum? Weil er einfach nicht weiß, was er tun soll. Commo Rose hin und Minimap her – oft weiß man nicht, wo man gebraucht wird.Ein Beispiel: Wenn man von einem Kampfhelikopter attackiert wird und keine Stinger dabei hat, dann kann man das fliegende Monster sicher spotten. Und dann? Die Info müsste vor allem bei den Spielern ankommen, die dem Kampfhelikopter gefährlich werden können: Stinger-Nutzer, mobile Luftabwehr und Jets müssten benachrichtigt werden. Aber das passiert aktuell in keinem Battlefield – das Spotting geht einfach unter.

Lösung Teil 2: Kleine Missionen generieren

Was wäre also besser, als wenn die entsprechenden Spieler in diesem Fall nicht nur die Spotting-Info bekommen würden, sondern auch noch mit einer kleinen Mini-Mission versorgt werden würden, die einen netten Punkte-Bonus bringen würde? Jets, Stinger-Nutzer, mobile Luftabwehr würden sich um den Heli kümmern können und hätten dank dicker Punkte-Boni auch einen Grund, das zu tun. Natürlich kann man das Spielchen jetzt weiterspielen: Der Heli gerät unter Beschuss der mobilen Luftabwehr und ruft jetzt auch um Hilfe, während er sich zurückzieht. In der Nähe der Luftabwehr befindliche Spieler aus dem Team des Heli-Spielers würden jetzt eine entsprechende Mini-Mission bekommen und hätten dank der Punkte einen Grund, sich um die zu kümmern. Daraufhin würden die Spieler aus dem Team mit der Luftabwehr versuchen, dem Stahlkoloss zu helfen. Wenn man das auf die meisten denkbaren Situationen anwendet, dann würde das nicht nur für mehr Spaß sorgen, sondern auch noch eine bessere Schlachtfeldatmosphäre bieten. Das Ergebnis wäre eben das, was man ab und an nach einer dieser tollen Runden (begeistert und mit Freudentränen in den Augen) erzählt, wo all das nur deswegen passiert ist, weil die Spieler echtes Spielverständnis haben: Das Team arbeitet auch abseits von Medipacks, Revives und Co. zusammen – es gäbe echtes Teamplay.

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Lösung Teil 3: Bessere Informationen

Der nächste Schritt zu einem wunderbaren Teamplay wären noch einmal bessere Informationen. Heute weiß der Squad-Leader beispielsweise nicht, was die anderen Squads machen. Wenn ich nicht gerade Battlefield Hardline spiele, dann weiß ich nicht, welche Klassen wie oft gespielt werden. Aber genau das muss man wissen, um eine sinnvolle Entscheidung treffen zu können. Gehe ich zu Flagge A oder B? Macht es für mich Sinn, zu warten oder loszulaufen? Wo soll ich jetzt als nächstes mit meinem Panzer fahren? Dem einzelnen Spieler und dem generellen Teamplay würden Mini-Missionen definitiv helfen; mit Informationen, wohin Squad X als nächsts will und was dort für Klassen aktiv sind, würde alles noch einmal besser werden. Da die Infos schon verfügbar sind, müsste man nur entsprechende Übersichten für Spieler und Squads anbieten und entsprechend im Spiel einbinden. Dazu könnte man die Option einbinden, dass Squad A Squad B in der Übersicht fragt, ob man nicht als nächstes gemeinsam Flagge C stürmt, sich auf die Verteidigung einer MCOM-Station oder einer Brücke konzentriert. Spätestens mit dem dazugehörigen Punkte-Bonus würde das dem Teamplay noch einmal einen Boost geben.

Lösung Teil 4: Kein Schrott

Wir möchten an der Stelle noch erwähnen, dass ein Thema fast noch wichtiger als all diese schönen Ideen ist: Es darf keine sinnbefreiten Gadgets, Waffen und vor allem Fahrzeuge im Spiel geben. Viele der Probleme mit mangelndem Teamplay resultieren auch daraus, dass man zu viele Anreize zum Campen hat oder sich sonstwo herumtreibt. Mit der mobilen Artillerie in Battlefield auf diversen Maps in der Mainbase campen und die halbe Map unter Beschuss nehmen? (Ernsthaft mal: Eine „Click and Point“-Waffe, gegen die man sich nicht verteidigen darf? Come on…) Mit dem Mörser campen? In der Mainbase snipern? In der Mainbase mit dem UCAV lauern? Man kann nicht alles nicht Team-freundliche Verhalten verhindern – man kann über Map-Design, Fahrzeuge und auch Gadgets aber dafür sorgen, dass die Spieler gar keinen Anreiz haben, so etwas zu tun. Den drei oder vier Leute, die das dann trotz der von uns ausgedachten Ideen tun würden, kann man dann einfach nicht mehr helfen.

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Und jetzt seid ihr dran

Wir können uns vorstellen, dass das System so wunderbar gut funktionieren würde und in Battlefield 5 für ein Teamplay der Extraklasse sorgen würde. Aber nur, weil wir uns das vorstellen können und das so wunderschön hingeschrieben haben, müsst ihr das nicht so sehen. Und darum fragen wir euch: Was glaubt ihr? Würde Battlefield 5 mit diesen Systemen besser werden? Und wie würdet ihr das Teamplay verbessern? Wir wünschen viel Spaß bei der Diskussion…

Übrigens: Wir haben uns übrigens schon Gedanken um das Setting von Battlefield 5 gemacht.

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Editor & Admin of battlefieldseries.de knowing everything about shooters. Marketing man. All thoughts my own. Call me Mike or forget it. #Yolo #Swag #Catz

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