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Battlefield 1 – Inhouse: Trailer-Vergleiche, Call of Duty: Infinite Warfare & Mehr

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In letzter Zeit konnten sich Statistikfreunde freuen: Der Reveal-Trailer von Battlefiel 1 brach Positivrekorde; der Trailer von Call of Duty: Infinite Warfare hat sich in der Zwischenzeit soeben Platz 2 der Videos mit den meisten Dislikes aller Zeiten noch vor Friday von Rebecca Black gesichert. (Und das bedeutet nie etwas Gutes für ein Youtube-Video.) Das ist nicht nur mehr als etwas krass – das ist eindeutig und ein klares Statement der Community. Gleichzeitig sind mit diesen Werten diverse Kommentare aufgetaucht, die sich an Erklärungen versuchen. Und daraufhin haben wir uns gesagt: Das machen wir doch auch mal…

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Merkwürdige Erklärungsversuche

Der Grund, warum wir etwas schreiben, ist abgesehen von der puren Freude am Schreiben auch ein kleines bisschen der Umstand, dass einige „offizielle“ Eklärungsversuche dezent absurd ausgefallen sind. Call of Duty zu hassen sei einfach Trend, Battlefield werde immer noch als kleiner Underdog betrachtet und gewinne dadurch Sympathien und außerdem könnten so viele Likes oder Dislikes doch eigentlich nur über Bots zustandegekommen sein. So weit, so das, was uns als erfahrene Community- und Serienkenner dann doch eher etwas überrascht – viel Sinn sehen wir in halbgaren „Ist doch gar nicht ernst gemeint oder real oder ernst zu nehmen“-Anschuldigungen in Richtung der Community nicht. Battlefield ist kein kleiner Underdog, kritische Stimmen zu Battlefield gibt es mehr als genug (fragt nur mal Visceral Games und Battlefield Hardline) und Call of Duty schlechtzureden ist sicher kein Trend (obwohl ein paar Leute das immer gern tun). Angesichts des ganz normal aussehenden Verhältnisses von Views zu Likes oder Dislikes glauben wir auch nicht an eine Bot-Armee. (Wie kommt man auch überhaupt auf so eine Idee?) Stattdessen gibt es aus unserer Sicht gleich mehrere  Gründe, die die große Ablehnung auf der einen und die große Begeisterung auf der anderen Seite besser erklären.

Einfach nur der Trailer

Manche Kommentatoren versuchen sich gleich an ganz riesigen Theorien, wir fangen ganz primitiv an mit den Trailern an sich, die wir mit an erster Stelle für die riesige Diskrepanz in der Aufnahme und Bewertung beider Ankündigungen verantwortlich sehen: Der Battlefield-Trailer ist einfach um Welten besser. Er ist kurz und knapp, zeigt massenhaft wunderschön aussehende Szenen und Umgebungen aus dem Spiel und schafft es dabei, wirkliche Vorfreude auszulösen. Im Gegensatz dazu ist das Enthüllungsvideo von Infinite Warfare langatmig, unspannend und das, was man zu sehen bekommt, sieht 2016 eben nicht so wirklich schön aus. All das haben wir verdammt nochmal schon so oder so ähnlich gesehen. Wir könnten da sogar „Black Ops 3“ ans Ende schreiben und genug Leute würden das – maximal abseits einiger Weltraumszenen – auch glauben.  Das ist kein Weltuntergang, aber es zählt eben auch. Anders gesagt: Bei den Schauwerten hat Battlefield 1 bisher mit Infinite Warfare den Boden aufgewischt. Und dann sind da noch die Inhalte, die ganz nebenbei im Hinterkopf herumspuken…

Neue Dinge braucht das Land

Fakt ist: Seit 2008 gab es keinen großen Multiplayer-Shooter mehr, der außerhalb des Modern- oder „Future Warfare“-Settings gespielt hat. Anders gesagt: Seit bald 8 Jahren rennen und schießen sich Fans großer Multiplayer-Shooter durch Welten, in denen es M4s und M16s gibt; in denen „Lock On“-Waffen der Standard sind und wo man sich oft genug gleich noch einen Stapel komplett neuer – weil frei erfundener… – Waffen merken darf. Während zum Anfang dieser Periode gefeiert wurde, dass es endlich keine Spiele im Zweiten Weltkrieg mehr gibt – die waren davor der Standard, über den zum Schluss massiv gejammert wurde… – wird jetzt über das nächste „Modern Warfare“- oder das nächste „Future Warfare“-Spiel gejammert. Und während Battlefield sich in der modernen Zeit gehalten hat, ist man bei Call of Duty von Mal zu Mal weiter in die Zukunft gegangen und hat dabei immer abgedrehtere Szenarien entworfen. Alles ist größer, höher, schneller und extremer geworden; vom normalen Herumlaufen auf dem Boden ging es zu Supersprüngen und im letzten Herbst kamen dann auch noch  Wallruns wie in Titanfall dazu. An sich ist das auch nicht schlimm – man hat nur all die Fans vergessen, die so etwas nicht wollen, sondern sich nach etwas Bodenständigem sehnen. Nach mehreren Jahren ohne normales Setting will man eben wieder die nette normale Runde mit M4 oder meinetwegen M1 Garand spielen, ohne von einer Future-Waffe erledigt zu werden, die von einem roboterhaft aussehenden Spieler im vollen Lauf an einer Wand entlang abgefeuert wurde. Anders gesagt: Auf der einen Seite wird der Wunsch nach bodenständigen Settings erfüllt und es ist auch noch ein quasi ungenutztes Setting; auf der anderen Seite geht es weiter in eine Richtung, die viele Leute enttäuscht oder zumindest nicht wirklich interessiert.

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Die Entwickler in Schutz nehmen

Man könnte auch sagen: EA und DICE haben die Zeichen erkannt und richtig entschieden; Activision und Infinity Ward haben beim Setting daneben gegriffen. Fairerweise muss man sagen (was irgendwie kaum jemand tut…): Das konnte man anno dazumal nicht so wirklich wissen – die Entscheidung über das Setting eines Spiels wird normalerweise direkt zum Entwicklungsstart getroffen, was im Falle von Infinite Warfare und Battlefield 1 jeweils irgendwann 2013 war. (Ja, nur für den Fall, dass euch das jetzt umhaut: Entwickler und Publisher entscheiden über das Setting und vermuten dabei maximal, was sich bis dahin bei der Kokurrenz getan hat und wie ein Stapel zu diesem Zeitpunkt meist noch nicht einmal angekündigter Spiele angekommen ist. Das ist auf jeden Fall mehr als nur ein kleines bisschen Kaffeesatzleserei.)

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Und sonst so

Auch die weiteren Informationen haben natürlich der Vorfreude rund um Battlefield 1 nicht geschadet. Mehr Infos zum Multiplayer, die sich allesamt gut anhören, sind auf ungefähr gar nichts getroffen – Infinty Ward und Activision haben quasi nichts zu sagen gehabt. Der Umstand, dass nur bei einer Sonderedition von Infinite Warfare das von Fans geliebte Call of Duty 4 Remaster beiliegt, hat das Vertrauen in Infinite Warfare auch nicht maßlos gestärkt. Auf der anderen Seite dürfte es der Fan-Stimmung nicht direkt geschadet haben, dass DICE mit Star Wars Battlefront gezeigt hat, dass man einen sauberen Launch hinbekommt, nachdem man davor Battlefield 4 mit eienm beispiellosen Support versorgt hatte. Und – vielleicht sollte man das auch erwähnen – es gibt einfach weniger Battlefield-Spiele und damit weniger Ermüdungserscheinungen.

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Das Ende? Ach komm…

Das vielfach ausgerufene Ende von Call of Duty dürfte auch Infinite Warfare trotz aller Unkenrufe und Trailer-Negativrekorde nicht werden. Am Ende – auch das wird aktuell gerne vergessen – handelt es sich um zwei Trailer, von denen einer extrem gut und der andere extrem schlecht ankommt. Das ist sicher ein klares Zeichen, was die Fans (sehen) wollen und was sie nicht wollen; in Bezug auf Verkaufszahlen und Co. sagt das aber noch nichts aus. Schlussendlich werden sich Erfolg und Misserfolg in den kommenden Monaten auf Messen, bei Anspielmöglichkeiten, in der Beta und nicht zuletzt am Gameplay entscheiden. Wirklich viel wissen wir bis dato nämlich noch zu keinem der beiden Titel.

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Editor & Admin of battlefieldseries.de knowing everything about shooters. Marketing man. All thoughts my own. Call me Mike or forget it. #Yolo #Swag #Catz

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