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Battlefield 1 – Inhouse: Die Flops des Jahres

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Battlefield 1 hat begeistert, es stellt Rekode auf, Fans und Fachpresse loben und huldigen es. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten – der neue Serienteil ist eben alles bis auf perfekt. Seien es technische Probleme, merkwürdige Entscheidungen, fehlende Funktionen oder einfach nur der in uns sitzende und alles mit Hass überziehende selbsternannte Serienveteran – man kann und sollte Dinge kritisieren. Und nachdem wir uns gestern einen Artikel lang von Lob zu Lobhudelei gesteigert sowie die guten Dinge gelobt haben, ist es heute an der Zeit für die dunkle Seite der Macht und nackten, ungefilterten Wut, Zorn und Hass. Die dunkle Seite darf für einen Tag lang stark in uns sein.

Battlelog ist Geschichte

Als Battlelog für Battlefield 3 angekündigt wurde, liefen Fans Sturm: Das neue Battlefield wie irgendeinen Free2Play-Titel über den Browser starten? Zwischen den Servern das Spiel beenden? Alles im Browser machen? Seit diesen Tagen ist viel Zeit vergangen, die Battlefield-Fans haben Battlelog trotz diverser Macken bei Plugins und Co. dank der tollen Features (Freundeslisten! Battlereports! Statistiken! Social Feed! Platoons!) ins Herz geschlossen und so ist die Enttäuschung über das Fehlen von Battlelog groß. Wobei man einschränken muss: Das Fehlen von Battlelog ist weniger das Drama – das Fehlen der Funktionen ist allerdings definitiv nicht gern gesehen. Battlefield 1 ist in Bezug auf das Joinen von Freunden, Statistikvergleiche und Co. wieder auf dem Stand von Battlefield Bad Company 2. Und mal ehrlich: Was hilft das Versprechen, dass da noch mehr kommt, wenn man im Hier und Heute dasitzt und versucht, dem Mitstreiter nachzujoinen, nur damit das nicht klappt? DICE hat hier einfach zu wenig geliefert und selbst wenn alles noch kommt: Enttäuscht ist wohl jeder.

Die ganze Serversituation

Ein Rückblick: Die alten privaten Server waren frickelig aufzusetzen, die von diversen oftmals semi-professionellen Providern angebotenen Interfaces waren nahezu eine Zumutung, hanebüchene Regeln konnten automatisch durchgesetzt werden (Yup, wir meinen Bans für Flashbangs oder RPG-Einsatz auf Fahrzeugservern!) und teuer war alles auch noch. Trotzdem konnte man beliebig viele Slots einstellen, man zahlte nur die wirklich gewünschten Slots, man konnte mit Plugins Regeln automatisch umsetzen und Kicks und Bans waren selbstverständlich ebenso dabei wie anpassbare Spielerzahlen unabhängig vom Modus und quasi endlos lange Rotations. Nichts davon funktioniert heute – die privaten Server in Battlefield 1 sind nicht mehr als ein absolut minimales Grundgerüst ohne echte Features. Die Pläne von DICE klingen zwar gut – alle Funktionen von früher und Mehr in einer zentralisierten, sauberen, narrensicheren und dazu noch Bullshit ausschließenden Umgebung sind an sich eine tolle Sache. Aber wenn man einen Monat nach Launch nur Minimal-Features bietet und nicht mehr tut als zu versprechen, woran man arbeitet, dann ist das eine Enttäuschung. DICE muss sich an den alten Features messen lassen – bis man das aber ernsthaft tun kann, hat DICE noch einen sehr langen Weg vor sich.

#Soon und der Hass darauf

Es gibt Gründe für jedes #Soon dieser Welt. Große Konzerne – und das ist EA nun einmal… – haben Rechtsabteilungen, es gibt Freigabeprozesse und man kann nicht einfach mal so losbrüllen. Gleichzeitig warten Fans sehnsüchtig auf Neuigkeiten. Man will nicht länger warten, man will die Info, die Bestätigung, man kann es nicht mehr abwarten – und dann steht das kleine Wörtchen #Soon da. Mehr nicht. Das nervt tierisch und jeder kann den Frust und die Ungeduld nachvollziehen. Gleichzeitig nervt nur eine Sache noch mehr als #Soon, „No Comment“ oder sonstige Dinge, nach denen der treue Fan leider nicht klüger ist als davor: Der Hass auf das kleine Wort, der sich meist an die Leute richtet, die daran absolut nichts ändern können und die keine Chance haben.

DirectX-Fehler

Battlefield 1 ist ein herrlich stabiles Spiel – vor allem für ein Battlefield und noch viel mehr für ein Battlefield zum Luanch oder kurz danach. Aber der DirectX-Fehler ist eine Schande, die selbst mit dem aktuellsten Nvidia-Treiber noch nicht bei jedem Spieler behoben ist. Abstürze ohne Vorwarnung mag man als echter Battlefield-Veteran zwar kennen, eine Entschuldigung ist das aber für absolut gar nichts. Dass ein Studio wie DICE und ein Grafikkartenhersteller wie Nvidia das Problem nicht unter Kontrolle kriegen ist spätestens nach über zwei Monaten einfach eine Schande.

Das agressive Ende ist nahe

Es ist unfair, als Fansseite jemanden aus der Community zu attackieren. Aber wisst ihr was? Wir sind ab und an genervt davon, wie andauernd ein Ende wegen irgendwas ausgerufen wird. Battlefield 1 ist laut manchen Experten wegen dem Setting gefloppt, total verbuggt erschienen, das Gunplay ist natürlich einfacher als das von Star Wars Battlefront, Teamplay existiere nicht, es gibt keinerlei Inhalte, die privaten Server existieren auch nicht und eigentlich sind Battlefield Hardline und Battlefield 1 auch gar nicht erschienen, weil der der schlimme Launch von Battlefield 4 der Serie das Genick gebrochen hat. Nicht falsch verstehen: Nicht alles ist perfekt und Skepsis und Kritik sind gut und nötig. Aber nachdem man zum 753. Mal irgendeine Behauptung gelesen hat und sich anhören durfte, dass man doch keine Ahnung habe und „SCHON SEHEN WERDE!“ weil man die Ansicht nicht teilt, dann fragt man sich, was zur Hölle los ist.

Dishonorable Mentions

  • PR-Sprech: Wir hassen PR-Phrasen. Warum? Weil wir wissen, was sie bedeuten, viele Spieler aber keine Ahnung haben. Außerdem ist es total nervtötend, wie immer von „groundbreaking immersion“ und sonst etwas die Rede ist. Sagt doch einfach, dass es verdammt gut und realistisch aussieht und kümmerte euch dann um andere Dinge. Redet vielleicht früher und offener über manche Sachen…
  • Suez zum Launch: Drei Flaggen, ein paar Häuser, sehr wenig Platz und unglaublich viel Chaos – das war Suez zum Launch. Wir waren nicht begeistert.
  • Beating a buried horse: Wenn niemand weiß, dass etwas nicht funktioniert, dann ist es wichtig, darauf hinzuweisen. Wenn jeder es weiß, dann hilft der erneute Hinweis irgendwann nicht mehr. Wir wissen es doch auch schon.
  • Mikrotransaktionen: Mikrotransaktionen sind in Battlefield 1 kein Problem, weil sie komplett irrelevant und egal sind. Aber irgendwie können wir uns nicht mit ihnen anfreunden – sie stören nicht, wir ignorieren sie und trotzdem haben wir das Gefühl, dass sie dezent sinnbefreit und doof sind.
  • EA-Hass: Das war das letzte Mal ungefähr gegen 2010 OK. Bist du von 2010? Nein? Dachten wir uns.

 

Editor & Admin of battlefieldseries.de knowing everything about shooters. Marketing man. All thoughts my own. Call me Mike or forget it. #Yolo #Swag #Catz

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