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Star Wars Battlefront 2 – Inhouse: Ist das Ende des Season Passes gekommen?

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Ein DICE-Producer hat sich mehr oder weniger verplappert und enthüllt, dass Star Wars Battlefront 2 keinen Season Pass bekommen soll. Damit ist der neue „Star Wars“-Shooter ein weiterer Titel in einer konstant wachsenden Liste von Spielen, die den noch vor ein paar Jahren obligatorischen Season Pass abschießt. Und wir schauen uns passend dazu an, warum das passiert, was das am Ende bedeutet und warum wir davon ausgehen, das es in Zukunft ähnlich weitergehen könnte.

Ja, wir können von früher sprechen

Eigentlich war die Rechnung früher ganz einfach: Ein Spiel erschien und kurz darauf folgten weitere kostenpflichtige Inhalte, die man auch im Season Pass genannten Komplettpaket ganz leicht verbilligt bekam. An sich ist das auf den ersten Blick auch nicht direkt problematisch – wenn der Arbeitsaufwand stimmt, dann ist auch ein Preis von 40 oder 50 Euro gerechtfertigt. Da der Arbeitsaufwand pro Assett und Modell dank besserer Optik und neuer technischer Features regelmäßig ansteigt, kann man sowieso fast nichts dagegen sagen. In Battlefield gab es erstmals zu Battlefield 3 Premium (wobei bereits Battlefield 2 ähnlich viele Inhalte für einen ähnlich hohen Preis nachlieferte); Call of Duty startete mit Black Ops 2, Battlefront hatte auch einen und so weiter. Aber schon seit mehreren Jahren gehen andere Titel nicht diesen Weg – Titanfall, Rainbow Six: Siege und Co. verzichten auf die kostenpflichtigen Zusatzinhalte.

Problem und Lösung

Der Hauptgrund, aus dem Entwickler auf einen Season Pass verzichten, ist schlicht und ergreifend ganz einfach: Man will die Spielerschaft nicht weiter aufteilen – mit etwas Pech sind sonst die Server der Erweiterung leer. Battlefield-Fans haben entsprechende Dinge erstmals wirklich bei Battlefield Hardline und älteren DLCs teilweise erlebt, bei Call of Duty litten PC’ler quasi schon jahrelang. Dazu kommt das Fehlen eines Season Passes immer gut bei Fans und Medien an. Erschwerend kommt eine weitere Entwicklung hinzu: Die Zeiten, in denen ein oder zwei große Titel konkurrenzlos die Gamingwelt unter sich aufteilten, sind einfach vorbei – massenhaft gute Relases, Keyshops mit massiven Rabatten, Abo-Services und Ähnliches sorgen dafür, dass man heute eine gigantische Auswahl hat. Anno dazumal gab es als große aktuelle Shooter quasi nur Battlefield 3 oder Call of Duty: Modern Warfare 3, heute wählt allein der Battlefield-Fans aus ganzen vier optisch und technisch noch ansprechenden und aktuellen Titeln, die allesamt noch mehr als genug gespielt werden. Und so lösen Titel wie Titanfall oder Rainbow: Six Siege gleich mehrere Probleme ganz elegant: Sie bleiben profitabel, sie teilen die Community nicht weiter auf und sie sichern sich auch noch positive Presse.

Wie man es richtig macht

Eigentlich gibt es zwei zentrale Modelle, wie man ohne Season Pass auskommt: Man hat wie ein Titanfall 2 einfach keinen Season Pass, haut Maps und neue Inhalte wie Waffen und Modi heraus und verdient Geld mit Skins und weiteren nicht spielrelevanten Inhalten. Alternativ geht man den Weg von Rainbow Six: Siege oder For Honor und bietet zwar Season Passes an, die aber nur eine zeitliche Exklusivität für Maps und Operatoren darüber hinaus optische Inhalte beinhalten. Am Ende profitieren dadurch alle: Das Spiel lebt länger – was auch für weitere Verkäufe sorgen kann – die Community wird nicht gespalten und Entwickler und Publisher verdienen dank optischer Inhalte oder sofort freigeschalteter Unlocks genug Geld, um den Support und die Erstellung neuer Inhalte zu finanzieren. Ein Versuch von DICE für Battlefield 1 mit den Premium Friends – man kann in einer Gruppe alle DLC-Inhalte spielen, solange man einen Premium-Besitzer in der Party hat, bekommt aber keine Erfahrungspuntke – ist in dem Kontext übrigens  sicher auch ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn man sich aber anschaut, wie ein Titanfall 2 vier kostenlose Maps in zwei Monaten raushaut, dann wird wohl auch Battlefield in Zukunft komplett auf DLC-exklusive Inhalte wie Maps verzichten müssen. Der Community und der Langlebigkeit der Spiele kann das nur helfen…

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