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Destiny 2 – Terminiert, Multiplayer- und Coop-Gameplay & Keine dedizierten Server

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Am Donnerstag wurde mit Destiny 2 einer von drei ganz großen Shootern des Jahres enthüllt. Die Kurzform des Reveal-Events kann man ein zwei Teile einteilen. Ein Mal sind es durchweg positive Nachrichten – es gibt mehr Geschichten, Clan-Features, Gegner, Waffen, Spielzeuge, neue Subklassen und zugehörige Superfähigkeiten sowie Zwischensequenzen. Dazu kommen dann aber noch die nicht ganz so schönen Neuigkeiten: Obwohl das Spiel sich technisch weiterentwickelt hat und auch auf dem PC erscheinen wird, stehen auf allen Konsolen maximal 30 FPS als Maximum fest, man muss den Battle.Net-Launcher nutzen und dedizierte Server sucht man plattformunabhängig gleich ganz vergeblich. Ouch.

Dabei macht Destiny 2 optisch und auch inhaltlich viel her: Die Entwickler haben die Engine aufgebohrt (diese Licht- und Partikeleffekte!) und wollen in der Kampagne deutlich mehr Inhalte bieten. Alles soll abwechslungsreicher, epischer und erzählerisch besser werden; dazu kommen deutlich mehr epische Zwischensequenzen. Wenn man nach den ersten zehn Minuten vom Spielstart – die rote Legion attackiert die Stadt und den Turm der Guardians… – geht, dann hat Bungie das Ziel voll und ganz erreicht. Destiny 2 sieht um Welten abwechlungsreicher, intensiver, spannender und auch deutlich besser gescriptet als der Vorgänger aus, wo man oft von einem Angriffswellenszenario zum nächsten joggte. An den initialen Wahl von einer von drei Klassen ändert sich übrigens nichts.

Komplett neu sind dafür Clans, die man  gründen kann. Auch als blutiger Neuling kann man dank eines neuen Partysystems mit guten Spielern gemeinsam in Raids (Details gibt es noch gar nicht) und Strikes losziehen. Anpassungen bei den mitnehmbaren und ausrüstbaren Waffen sollen für mehr Abwechslung sorgen. Dazu kommen mehr Möglichkeiten zur Erforschung und mehr Futter wie die bereits aus den Vorgängern bekannten Strikes. Wie die aussehen, kann man sich unter diesen Zeilen anschauen. Wir sind davon allerdings nicht ganz so begeistert und beeindruckt – abgesehen von einigen Sprungpassagen und einem fiesen Bohrer wirkt das Gezeigte recht bieder, abwechlungsarm und nach ziemlich unspannendem Grind gegen die immergleichen Gegner, bis zum Ende ein fieser Boss mit besonders schicken Loot lauert.

Eine ganz andere Sache ist natürlich wieder der Multiplayer – woran Halo-Erfinder arbeiten, steht zwar Destiny drauf, es wirkt aber sehr nach Halo. Für Destiny 2 hat Bungie die Spielerzahlen allerdings deutlich reduziert – statt maximal sechs Mann pro Team wird jetzt zu viert gekämpft, um für mehr Taktik und weniger Chaos zu sorgen. Ansonsten gibt es abseits der neuen Map und des neuen Defuse-Modus – ein Team greift an und muss eine Bombe scharfmachen, das andere Team verteidigt und entschärft… – aber recht wenig neue Dinge zu sehen. Es ist und bleibt eben Destiny in etwas schöner. Sehr schade: Es gibt plattformunabhängig keine dedizierten Server, sondern ein laut Bungie extrem verbessertes P2P-System. Bereits im Vorgänger hat die Netcode-Technik schon für regelmäßig auftretende Probleme mit Laggs und Verbindungsabbrüchen gesorgt – warum die Entwickler keine dedizierten Server stellen, werden wir wohl nie verstehen.

Auch zur PC-Version gab es einige  Informationen. Mit einem „Field of View“-Slider, einer Vielzahl an Optionen, unlimitierte FPS und Auflösungen von 4K wird es wohl keine schönere Version von Destiny 2 geben. Allerdings gibt es gleich zwei Wermutstropfen: Destiny 2 erscheint nicht wie alle Konsolenversionen am 8. September, sondern irgendwann später. Und anstatt direkt bei Bungie entwickelt zu werden, wird der Coop-Loot-Shooter bei Vicarious Visions entwickelt, die für Titel wie Skylanders bekannt sind. Wer auf Steam Sales hofft, muss übrigens auch leiden: Destiny 2 ist der erste Titel, der nicht von Blizzard entwickelt wird, der auf dem PC ausschließlich mit dem Battle.Net-Launcher gespielt werden kann.

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