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Star Wars Battlefront 2 – Mikrotransaktionen, Unlocks, Preise bekannt und Mehr

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Seitdem bekannt wurde, dass Star Wars Battlefront 2 keinen Season Pass und keine bezahlten DLCs mitbringen, dafür aber kostenlose neue Maps, Helden, Waffen und Ausrüstung nach Launch bekommen würde, war klar, dass EA und DICE im Spiel Mikrotransaktionen einbauen würden. Bereits zu E3 tauchten erste Details zu den Lootcrrates auf, in denen nicht nur rein optische Inhalte, sondern auch spielrelevante Elemente stecken sollten. Die Beeunruhigung in der Community hielt sich bis zur Beta in Grenzen, als diverse Berichte über Pay2Win-Inhalte auftauchten und sich teilweise rasant verbreiteten. Die Entwickler haben sich nun zu Wort gemeldet und erklärt, wie das System tatsächlich funktioniert: Geld kann ausgegeben werden – und wir kennen auch schon die Preise – sich für Echtgeld übermächtige Ausrüstung zusammenkaufen ist aber auch nicht drin. Und wir fassen zusammen, was ab Release tatsächlich passiert, was dabei in Ordnung geht, was kritikwürdig ist und ob die Sorgen und Vorwürfe berechtigt sind.

  • Inhalte zum Freischalten: In Star Wars Battlefront 2 wird es viele Inhalte zum Freischalten geben. Neben rein optischen Dingen wie Emotes, Outfits und Siegposen gibt es mit Waffen, Waffen-Mods und Starcards auch für das Gameplay relevante Inhalte.
  • Eine Frage der Box: Fast alle oben genannten Inhalte bekommt man ausschließlich aus Lootboxen mit zufälligen Inhalten. Es gibt allerdings Unterschiede.
    • Starcards: Die Standardversion der Starcards bekommt man nur aus Lootcrates – neue Fähigkeiten muss man also aus einer Box ziehen. Upgrades der Starcard – mit deutlichen Verbesserungen bei den Statistiken – sind allerdings neben Zufallsinhalten auch für Craftingmaterial möglich.
    • Waffen: Spieler können Waffen aus den Lootcrates ziehen oder sie aus Craftingmaterial erstellen.
    • Waffen-Mods: Waffen-Mods können ebenfalls aus Lootcrates gewonnen werden oder aus Craftingmaterial erstellt werden.
    • Crafting: Craftingmaterial bekommt man zufällig in Lootboxen.
  • Boxen kriegen: Boxen bekommt man für erfüllte Challenges oder Milestones; dazu kann man sie auch für im Spiel erspielte Credits kaufen. Die Lootboxen kann man dazu auch für Echtgeld kaufen.

 

An diesem Punkt setzte die Beta-Kontroverse mit den Pay2Win-Vorwürfen an. Die Befürchtung der Fans: Da man immer mächtiger werdende Starcard-Upgrades oder neue Waffen nur nach dem Zufallsprinzip über Lootcrates bekommen kann, schien der Weg für Pay2Win frei zu sein. Befeuert wurden die Kontroverse und die Sorgen der Fans initial durch einige überspitzte und von „Worst Case“-Szenarien ausgehende Videos einiger bekannter Youtuber, deren kompromissloser Standpunkt gegenüber Lootcrates und Mikrotransaktionen weithin bekannt ist. Durch das Hinauszögern der Information hat DICE die negative Publicity selbst mitverursacht; problematisch ist allerdings generell auch der Umstand, dass ohne detaillierte Informationen und anhand einer sehr beschränkten Beta betont negative Rückschlüsse auf ein umfangreiches System gezogen wurden, die dann – man verzeihe uns den Zynismus – mit möglichst klickstarken Headlines auf die Community abgefeuert wurden.

  • Die Macht nur für Spieler: DICE hat bestätigt, dass man die mächtigsten Ingame-Inhalte nur über Spielzeit und Ingame-Achievements bekommen kann. Für Echtgeld wird man dementsprechend keinen Vorteil haben.
  • Mindestrang: Um Starcards aufzuleveln oder neue Waffen freizuschalten muss man den entsprechenden Mindestrang haben. Auch damit sorgt DICE dafür, dass ein möglicher Echtgeldeinsatz Spielern keinen echten Vorteil im Gefecht bietet.
  • Echtgeld: Neben dem Weg über Achievements und die Ingame-Credits kann man Lootcrates auch für Crystals kaufen. Die Preise der nur für Echtgeld erhältliche Ingame-Währung auf Amazon ist bereits bekannt – 500 Crystals kosten 5 Euro; 1.000 Crystals gibt es für 10 Euro und so weiter und so fort. Für 12.000 Crystals muss man stolze 100 Euro hinlegen. Details zu den Crystals-Preisen der Lootcrates im Spiel gibt es aber noch nicht.

 

Mit diesen drei neuen Detailinformationen hat DICE viele Spekulationen aufklären können. Der Mindestrang sorgt dafür, dass der mögliche Echtgeldeinsatz Fans nicht Zugriff auf für ihren Rang – und damit die verfügbaren Gegner – zu mächtigen Waffen und Starcardvarianten gewährt. Auch die Limitierung der besten Starcards und Ausrüstung auf Ingame-Achievements garantiert, dass man die größten Vorteile nur als guter (Viel-)Spieler bekommt. Beide Informationen entkräften de facto den Pay2Win-Vorwurf fast vollständig – einzig die Frage, wie DICE die benötigten Ränge ansetzt sowie die Frage nach der Menge der erspielbaren Lootcrates  und die Frage nach den Droprates sind Punkte, wo es im Detail noch zu Problemen kommen kann. Fakt ist trotz der kleinen Einschränkung also: Echtes Pay2Win ist nicht drin – wer nicht viel und gut spielt, bekommt die mächtigen Starcards und Waffen schlicht und ergreifend nicht. Und ein Neuling, der sich für viel Geld tolle Ausrüstung zusammenkauft, ist ebenfalls nicht drin.

Fakt ist gleichzeitig aber auch, dass DICE sich zwei selbst verschuldete Probleme aufgehalst hat. Zuerst wollen wir das potentielle Balance-Problem erwähnen: Während in Battlefield-Titeln – wo es übrigens seit 2011 auch Mikrotransaktionen gibt, um Waffen und Ausrüstung freizuschalten – die meiste Ausrüstung nur neue Wege eröffnet, hat man in Battlefront 2 tatsächlich Vorteile durch schneller aufladende Fähigkeiten und weitere Boni, die ein Gefecht beeinflusssen. Und während man in Battlefield konzentriert auf Inhalte hinarbeiten konnte, spielt in Battlefront 2 trotz klassenexklusiver Lootcrates über Challenges immer der Zufall eine wichtige Rolle – Craftingmaterial, neue Ausrüstung und Co. sind abseits der mächtigsten Ausrüstung schlicht ergreifend vom Zufallsfaktor abhängig. Und das wiederum kann natürlich auch ohne Pay2Win frustrieren und dürfte viele Spieler immer wieder enttäuschen und für Frust sorgen.

Wenn wir unseren wunderschönen Artikel zusammenfassen wollen, dann kann man also sagen: Echtes Pay2Win steckt trotz umfassender und nicht gerade günstiger Optionen für Mikrotransaktionen nicht in Battlefront 2. Neue kostenlos veröffentlichet Planeten, Helden, Waffen und Starcards werden allerdings voraussichtlich viele Spieler versöhnen und definitiv dafür sorgen, dass es keine Spaltung der Community durch bezahlte DLCs gibt. Gleichzeitig hat DICE sich mögliche massive Probleme bei der Balance und durch Zufalls-Unlocks gefrustete Spieler aufgebürdet. Perfekt ist die Situation also bei weitem nicht; von Pay2Win dürfte Battlefront 2 aber trotzdem weit entfernt sein.

Editor & Admin of battlefieldseries.de knowing everything about shooters. Marketing man. All thoughts my own. Call me Mike or forget it. #Yolo #Swag #Catz

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