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Inside 2017 – Das ist bei Battlefield, Star Wars Battlefront 2 & Co. passiert

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Wir liegen dank Weihnachten halb im Fresskoma und müssen trotzdem irgendwie einen wunderbaren Rückblick auf dieses lange Jahr und all die Dinge werfen, die bei Battlefield 1 und Star Wars Battlefront 2 passiert sind. Von DLCs über Lootboxen bis hin zu verschenkten Chancen und guten Taten findet ihr hier die ultimative Übersicht über alles, was passiert ist und was wirklich wichtig war…

Ein langsamer Start

2017 begann – wenn man es mit einem Wort sagen will… – langsam. Die großen Neuigkeiten blieben aus; die Überraschungen und Aufregerthemen fehlten auch. Star Wars Battlefront 2 war noch nicht enthüllt worden und DICE werkelte in aller Seelenruhe am ersten DLC They Shall Not Pass, der im März veröffentlicht wurde. Bis dahin hatte Battlefield 1 allerdings mit einigen Problemen zu kämpfen: Frust überfehlende Unlocks, Assignments und Aufgaben machte sich in der Community ebenso breit wie das (berechtigte) Gefühl, dass DICE dem Thema private Server zu wenig Aufmerksamkeit schenken würde. Neue Spielvarianten – Pistol Only im Hardcore und Co. – konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass wenig passierte.

Der beste DLC-Modus

Mit They Shall Not Pass kamen dann nicht nur deutlich mehr Waffen als erhofft und neue Vehikel, Maps sowie Frankreich als neue Fraktion, sondern auch noch der Frontlines-Modus. Und der hatte es wirklich in sich: Eingängige Gefechte, die einen Mix aus Teamplay, Taktik und Action boten, haben die neue Spielvariante zum Fan-Favoriten neben den etablierten Lieblingen Conquest, Operations und Rush gemacht. Der neue Modus ist sogar so gut, dass er von DICE im Jahresverlauf nach und nach in Schlachtfelder des Hauptspiels integriert wird – ein Umstand, den es bisher in den letzten Jahren nicht gab. Man kann es vielleicht so am besten sagen: Welcher in einem DLC eingeführte Modus hat es geschafft, dass er auf Maps des Hauptspiels nachträglich implementiert wird? Innerhalb von zehn Jahren ist das kein Mal vorgekommen.

Mathematisches Statistikmassaker

Wer gehofft hatte, dass neuer Content Battlefield 1 weiter beleben würde und für viele zufriedene Spieler sorgen würde, hatte nicht Unrecht. Gleichzeitig hatten passionierte Optimisten die Rechnung ohne DICE und einen Trupp Hardcore-Fans gemacht: Die mit dem DLC eingeführte Änderung, dass Granaten sich automatisch regenerierten, sorgte für wüste Diskussionen. Weil gleichzeitig mit dem DLC-Release die Masse an Granatenkills stark anstieg, tobte plötzlich ein neuer Kommentarkrieg: Warum hatte DICE die Änderung beschlossen? Und war es die kleine und für Nadespam prädestinierte Map Fort Vaux aus dem DLC oder die Änderungen an der Resupply-Mechanik, die für die erhöhte Menge an Granatenkills sorgte? Die Antwort folgte erst mit dem nächsten Patch, als DICE die unwillkommende Änderung zurücknahm und die Granatenabschüsse ähnlich hoch blieben wie vor dem Patch. Zur Entspannung gab es zumindest einen neuen Megalodon…

Das lange Warten auf Content

Die nächsten neuen Inhalte für Battlefield 1 hätten eigentlich mit In The Name Of The Tsar kommen sollen. Aus unbekannten Gründen dauerte hier die Produktion allerdings deutlich länger – Spieler warteten monatelang auf neue Inhalte. Ob die Entscheidung, zwei Nacht-Maps als kostenlose Erweiterung von They Shall Not Pass zu veröffentlichen, nun reines Kalkül war, um die Fans mit neuen Inhalten zu beruhigen oder ob es langfristig so geplant gewesen war – beschweren konnte man sich zumindest nicht über die neuen Inhalte. Auch Fans von Star Wars durften sich freuen: Battlefront 2 wurde enthüllt und sah mindestens so gut aus wie erhofft. Änderungen am Gameplay für etwas mehr Tiefe und Möglichkeiten sorgten dazu auch für Freude, während Singleplayer-Fans die Daumen für einen großartigen Einzelspieler drückten.

Nochmal groß und dieses Mal russisch

Die Wartezeit auf In The Name of The Tsar wurde erst spät etwas aufgelöst: Eine Map würde verfrüht erscheinen; dazu würde esmehr Fraktionen, Maps, Waffen und Co. als ursprünglich geplant und angekündigt geben. Auf der GamesCom eröffnete DICE dann mit der Vorstellung von Incursions eine neue Frontlinie – der neue für den eSport gebaute Modus mit neuen Regeln, Kits, Balance, Mapvarianten und Spielmodi soll Battlefield endgültig in den Competitive Bereich befördern. Ganz nebenbei gab es auch noch mehr von Star Wars Battlefront 2 zu sehen und eine Alpha sowie Beta, die Fans spielerisch und technisch beeindrucken konnten, aber gleichzeitig für erste Sorgen rund um Unlocks und Progression sorgten: Neue spielerelevante Inhalte würde es demnach nur durch das Zufallsprinzip aus Lootboxen geben.

#RIP Visceral

Über das Ende von Visceral Games haben wir viel geschrieben: Wir haben das widerspenstige Studio mit seine überdrehten Titeln und den sympathischen Devs geliebt, gefeiert und immer bewundert. Die Schließung im Oktober kam darum nicht direkt als langerwartete Bestätigung, sondern als Schock: Nach Jahren in der Pre-Production wurde der „Star Wars“-Titel von Uncharted-Miterfinderin Amy Henningway von EA gekillt. Als Gründe wurden hohe Produktionskosten, geringer Fortschritt und die Unterschiede zwischen genialem Konzept und tatsächlich spielbarem Inhalt genannt, die später durch Insider mehr oder weniger bestätigt wurden. Als bitterer Nebeneffekt durfte damit die Hoffnung auf ein neues Dead Space, Dante’s Inferno oder Battlefield Hardline quasi offiziell komplett begraben werden. Auch heute trauern wir wegen des Endes eines der wenigen Studios, die wirklich andere Dinge machten und sich nicht scheuten, den offenen Konflikt mit selbsternannten Verteidigern einer Serie oder absurden Release-Terminen vorgebenden Publishern zu suchen.

Russisches Roulette

Während In The Name Of The Tsar tatsächlich überzeugen konnte – obwohl es keinen gigantischen Hype-Modus gab… – stand Star Wars Battlefront 2 kurz vor Release im Mittelpunkt eines perfekten und epischen Shitstorms: Hohe Preise für die Helden, das trotz leichten Änderungen als Reaktion auf das eindeutig negative Beta-Feedback fast ausschließlich auf Lootboxen und Zufall beruhende Progression-System und der Vorwurf von Pay2Win erstickten Berichte über Spielspaß, die hohe Spielqualität und die vielen Inhalte. Und während die Kritik an einem auf undurchsichtigen Zufallssystemen und Glück basierendem Prgression-System wichtig und richtig war, nahm das Thema Auswüchse fernab jeder Fairness oder qualitätsvollen Berichterstattung an: Die angeblich zum Unlock aller Helden benötigte Zeit wurde unter unrealistischen (und maximal negativen) Bedingungen kalkuliert; die Headlines wurden immer extremer und der Shitstorm war kaum noch zu stoppen. EA und DICE entfernten als Reaktion zum Launch alle Mikrotransaktionen und gelobten Besserung, die zwar durch Updates nach und nach sichtbar wird; der auf Lootboxen basierende Kern der Freischaltungen ist allerdings bis heute noch vorhanden.

Halbnasser Dezember

Zum Jahresabschluss legte DICE dann die Hälfte von Turning Tides für Battlefield 1 auf. Im Community Test Environment getestete Initiativen wie ein besser ausbalanciertes Movement-System gibt es bereits; andere Teile wie eine neue Waffenbalance und dringend benötigte neue Features für Serveradmins fehlen allerdings auch am Ende von 2017 komplett. Incursions entwickelt sich derweil gut – Gameplay, Taktik und Anspruch sind vorhanden und die Entwickler hören auf Feedback und Anregungen. Und so schwebt zum Jahresenende das große Fragezeichen über Battlefront 2, das durch ein vermurkstes Progression-System und die in derGaming-Industrie immer extremeren Auswüchse von Lootboxen, Zufall und Echtgeldeinsatz in den Mittelpunkt derKontroverse gerutscht ist, das die gesamte Industrie betrifft.Zumindest konnte der erste kostenlose DLCs Fans durch gute neue Inhalte wieder etwas mehr versöhnen…

Morgen gibt es übrigens den Blick auf das gesamte Gaming-Jahr, bevor wir uns dann todesmutig in Tops, Flops, Aufreger, GOTYs und Co. stürzen…

Editor & Admin of battlefieldseries.de knowing everything about shooters. Marketing man. All thoughts my own. Call me Mike or forget it. #Yolo #Swag #Catz

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