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Battlefieldseries.de – Inhouse: Happy New Year & The Final Ride

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Lasst uns diesen Text mit einem Recap der letzten Stunden beginnen: Wir haben 2017 verabschiedet und das versiffte, alte und irgendwie recht gammlige – wir haben schon seit Monatsmitte Spuren von Schimmel gesehen und der Verwesungsgeruch ist auch immer stärker geworden – Jahr befehlsgemäß mit Raketen ab- und erschossen. Danach sind wir mit Sekt, Whiskey, Bier und Rum um die Überreste herumgetanzt, haben uns große Vorsätze vorgenommen, große Worte gesprochen, Leute umarmt, gelacht, gebrüllt, Böller und das alte Jahr gesprengt, Ärger mit absolut uncoolen Mitmenschen bekommen und haben uns geschworen, dass das jetzt wirklich verdammt nochmal wirklich verdammt fucking epic und absolut endgeil wird. Und jetzt sitzen wir am nächsten Nachmittag mit einem Kater da und erkennen, dass das, was im Lauf der Nacht so geil begonnen hat doch nur ein weiteres langes Jahr sein wird. Ein Jahr, das so wie immer abläuft: Etwas Winter, mehr Frühling, ein bisschen Hype, viel Vorfreude, etwas Battlefield, eine Fußballweltmeisterschaft, etwas Sommer mit zu viel Kälte, Regen oder Hitze (und dazu fucking viel Gejammer über das fucking Wetter!), ein Herbst mit zu viel Kälte, einem neuen Battlefield und am Ende steht wieder ein Winter und dieser Moment, an dem man verkatert dasitzt und diese Zeilen in anders, neu und besser erfinden und alles erneut tippen muss. Dazwischen wird es natürlich auch all den Schrott geben, der dazugehört und der am Ende um so viel mehr Zeit einnimmt, als man es sich eigentlich eingestehen will, weil das Leben dann nicht so geil wie auf dem eigenen Instagram-Account zwischen Bungee-Jump, Thailand und der neuen fancy Hipster-Bar mit ein paar Freunden ist. 2018 ist also da. Yay. Happy New Year and cheers. Auf euch!

Natürlich wird 2018 geil werden. Natürlich werden wir feiern, Spaß haben, neue Dinge machen, neue Dinge sehen, staunen und diesen einen geilen Moment haben, an dem man fassungslos und überrascht auf irgend etwas schaut, starrt und mit offenem Mund einfach nur als menschgewordenes und erstarrtes #OMG einen einzigartigen Moment lang in der Welt herumsteht. Es wird ein neues Battlefield geben! Wir werden neue Texte schreiben! Wir werden uns in den Comments mit Leuten anlegen, die voller Hass sind! Wir werden Hype, Vorfreude, Enttäuschung, Faszination, Fassungslosigkeit und epische Kater erleben! Neue Trailer, neues Gameplay, Messen, Vorfreude, Spekulationen, Frust, Wut, Warten auf Betas, Downloads, Staunen, Bugs, Analysen, Longnecks, Feedback – das neue Jahr hält viele Dinge für uns bereit. Eine Sache muss dabei ganz klar sein: Wir können es nicht erwarten, obwohl wir all das im Kern schon bald ein Jahrzehnt kennen, machen und aktiv begleiten – unabhängig von allem Zynismus, allem Sarkasmus und aller Abgeklärtheit sind Gaming, Battlefield und diese großartige Community Dinge, die es wert sind, sich wirklich dafür anzustrengen, dafür zu kämpfen und sich immer wieder neu zu erfinden. Diskussionen, lange Texte, Editorials, Kolumnen, Previews, Katzenbilder (All hail President Meow!) und alles, was es sonst noch gibt, sind neben Battlefield die Dinge, die uns begeistern, motivieren und die wir abfeiern. Denn wir haben wirklich Bock darauf.

Nach all diesen schönen großen Worten, den halben Treueschwüren auf ein nächstes halbes Jahrtausend voller großartiger Nachrichten und allen sonstigen Dingen, die man an dieser Stelle trotz Kater etwas pathetisch in die Untiefen des Internets ritzt, muss leider auch ein bisschen Realität sein. Und die sieht – wenn man ehrlich ist – eben nicht immer ganz so aus. Schlimmer noch: Es ist ein bisschen wie dieser kleine Moment, an dem das Spiel erscheint, das ehrliche Feedback vom Chef da ist oder wenn man das Tinder-Date in der Realität und ohne Filter sieht – kann gut laufen, muss es aber nicht. In diesem Fall läuft es eher so semi-gut: Fakt ist, dass wir alt geworden sind – nach bald zehn Jahren können wir uns nicht mehr auf die Fahne schreiben, die Gaming-Revolution zu wollen und alles besser zu machen. Wir sind auch nicht mehr jung, hungrig und wild, sondern de facto das alte Eisen – die Zeiten, in denen wir neue Standards gesetzt, neue Dinge gemacht und alle umgehauen haben, sind jetzt doch schon ein paar Jahre her. Ein Jahrzehnt – das ist verdammt lange. Und wir sind alt geworden, was einfach nicht gut für neue Dinge, Revolutionen und unerwartete Dinge ist. Wenn wir schon unter uns sind, dann wollen wir es einmal so schreiben: Die Behauptung alter Menschen, dass Erfahrung etwas hilft und bringt ist zwar nicht falsch. Aber es ist sehr oft auch nicht viel mehr als eine traurige Ausrede und Rechtfertigung, warum man zitternd in der Ecke sitzt und sich nicht traut, noch etwas zu ändern, sondern immer den selben Scheiss macht. Der immer gleiche Stil, die selben Satzkonstruktionen, die identischen Begründungen, die gleichen Ideen – wir sind auf dem besten Weg dahin und nur noch ein paar nervige Diskussionen davon entfernt, Sätze nach einem prüfenden Griff zum Herzschrittmacher mit “Als echte Veteranen…“ zu beginnen und damit zu genau dieser Sorte pseudoelitärer und verblödeter Idioten zu mutieren, die wir anno dazumal so gehasst haben, dass wir einfach angefangen haben, eine Fansite zu betreiben. (Weil wir davon überzeugt waren und es verdammt noch einmal sind, dass genau diese pseudoelitären menschgewordenen Phrasenschweine der Untergang der Community sind.) Und bevor es so weit kommt, schreiben wir lieber einen Text wie diesen und ändern einfach einmal alles.

Was heißt das also? Ganz einfach – dieses Jahr wird eine Zäsur markieren: Für meine Wenigkeit wird das Abenteuer Fansite, Chefredakteur und Admin nach dann über zehn Jahren Historie sein. Es hat sich in den vergangenen Monaten immer stärker gezeigt, dass sich Privatleben, der immer anspruchsvollere Job und weitere Dinge (Instagram! Hashtags! Privatleben! Alkohol! Geheimes Zeug!) und der Anspruch an diese Seite nicht auf unbegrenzte Zeit miteinander vereinbaren lassen. Man könnte jetzt #YOLO sagen und trotzdem weiter machen – halber Einsatz, etwas kürzer treten, ein bisschen weniger Motivation und dann wird das doch auch noch gut genug sein. Klar – kann man machen, muss man aber eben auch nicht. Und wenn es ein Thema gibt, dass ich absolut nicht kann, dass ist es das berüchtige “etwas mal so nebenbei und halbherzig“ machen. Entweder richtig oder gar nicht ist ein viel besseres Motto – das Ziel ist ja immer noch Revolution, die perfekte Battlefield-Seite, die ultimative Berichterstattung und am Ende die Weltherrschaft. Einfach so abhauen ist allerdings auch kein guter Stil. (Und man kann sagen was man will – Stil habe ich.) Da ist auch der Gedanke, noch einmal ein Battlefield zu begleiten, noch einmal den ganzen Zirkus mitzumachen und dann im Herbst kurz nach dem Launch final den Hut zu nehmen und eine neue Generation auf die Seite und euch lieben Leser loszulassen.

Ich bin ganz fest von einer Sache überzeugt: Es gibt kein Problem, aber es ginge doch besser, neuer und anders. Und wenn man das reine Fehlen von diesem Besser, Neuer und Anders als Problem ansieht, dann muss man ganz klar sagen: Das Problem bin ich. Es kann darauf auch nur eine richtige, gute und passende Antwort geben: Diese Seite und die Community brauchen Nachfolger, frisches Blut, Herz, Begeisterung und Freude am Schreiben und eben keinen Menschen auf dem besten Weg zum alten Sack, der auf alles eine Antwort weiß (oder glaubt das zu tun…) Das, womit wir hier in das brandneue Jahr starten, ist deshalb nicht mehr, aber auch nicht weniger als noch einmal ein frischer Start: Alles auf Anfang, alles anders und alles ein bisschen auf Abschied. Wenn ihr Lust habt, etwas zu ändern, etwas neues zu machen oder einfach alles auf den Kopf zu stellen, dann meldet euch – wir, die Seite und vor allem die Community brauchen euch. Nichts, was ihr auf dieser Seite seht, wäre ohne Begeisterung, eine gehörige Portion Wahnsinn und die Arbeit vieler Menschen machbar. Und ohne unsere Leser wären hier schon lange die Lichter ausgegangen. Falls ihr Bock habt: Give us a shout! Bis zum Launch des neuen Battlefield – und vermutlich noch ein paar Tage und Wochen länger… – werde ich weiterhin mein Bestes geben, euch mit Nachrichten zu versorgen. Und darauf freue ich mich wirklich.

Jetzt also der finale Absatz für diesen Artikel: 2018 wird anders. Es wird interessant. Es wird geil. Es wird natürlich immer wieder das Alte sein – Teaser, Leaks, Spekulationen, Aufregung, Befürchtungen und dieser kleine Moment, an dem DICE etwas in den Sand setzt, das niemand kommen gesehen hat. Aber es wird auch ein neues Battlefield geben. Und alles wird genau darum neu sein, obwohl es schon ein paar Male so war. Es wird aufregend. Spannend. Faszinierend. Begeisternd. Vielleicht schreiben wir einen Text komplett in Mandarin. Vielleicht versuchen wir uns als politische Kommentatoren. Vielleicht machen wir auch ein paar Podcasts. Vielleicht streamen wir. Und ganz vielleicht schreiben wir ein Mal irgend etwas, was niemand kommen sieht. Etwas, das wir über Wochen, Monate und viele Stunden tunen, liebevoll anpassen, ganz vorsichtig mit ausgesuchten Bildern, Hashtags und Formulierungen bestücken und dann an einem Neujahrsnachmittag verkatert aus einem Word-Dokument in das System hinter der Seite kopieren. Und dann drücken wir auf “Veröffentlichen“ und alles ändert sich. Genau das haben wir jetzt getan. Wir wissen noch nicht so genau, wo uns das hinführt und wie es wird. Aber ist es nicht genau das, was man nach so viel Routine, Wissen, Erfahrung und Veteranenhaftigkeit braucht, um noch einmal als menschgewordenens #OMG dazustehen und sich vorsichtig tapsend in das große Unbekannte zu bewegen? Wir glauben, dass es kaum einen besseren Weg gibt – jetzt steht noch einmal alles auf Anfang, alles ist neu, alles wirkt absurd ungewohnt und zum Schluss haben wir eben den großen Neuanfang. Happy New Year everyone! Es wird eine geile und wilde Zeit.

Editor & Admin of battlefieldseries.de knowing everything about shooters. Marketing man. All thoughts my own. Call me Mike or forget it.

#Yolo #Swag #Catz

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