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Battlefield Hardline – Betrayal-DLC Review: Ein würdiger Abschluss?

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Mit dem Betrayal-DLC ist die letzte kostenpflichtige Erweiterung für Battlefield Hardline erschienen. Wie sich das gehört, haben wir uns also hingesetzt und Stunde um Stunde auf den vier neuen Maps, mit frischen Waffen und neuen Fahrzeugen verbracht. Und wie gewohnt gab es große Fragen zu klären: Macht der vierte und letzte DLC Spaß? Wie gut sind die neuen Maps geworden? Steckt genug Inhalt in der Erweiterung? Und sind die Entwickler eventuell angesichts niedriger Spielerzahlen eventuell so demotiviert, dass die Qualität zuletzt gelitten hat? Die Antworten auf all das, Spaziergänge auf Friedhöfen und Mehr gibt es jetzt und genau hier…

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Etwas weniger drin?

Fangen wir traditionell damit an, was sich im ab Dienstag für 15 Euro für alle Spieler käuflich erwerblichen Betrayal-DLC  versteckt: So wie immer gibt es  vier neue Maps, auf denen sich mit Leichenwagen und Schneemobil zwei ganz neue Fahrzeuge herumtreiben. Allerdings fehlt dieses mal ein neuer Spielmodus – die Entwickler wollten die Spielerschaft laut eigener Aussage nicht weiter fragmentieren. Mit sieben neuen Waffen gibt es dazu mehr frische Knarren als bisher in jedem DLC; neue Gadgets fehlen dafür. Als kleine Entschädigung haben die Entwickler die Gun Bench ins Spiel eingebaut: Waffen und Ausrüstung lassen sich jetzt nach Herzenlust anpassen – die Farben einzelner Teile, Zielvorrichtungen und Co. darf man jetzt nach seinem persönlichem Gustus anpassen. Wer Lust hat, nimmt die neu angepasste Waffe auf eine kleine Runde auf dem neuen Schießstand mit und versucht sich an Pappzielen. Spätestens hier muss man also sagen: Rein von der Inhaltsmenge bietet der Betrayal-DLC also sogar etwas mehr Inhalte als man es gewohnt ist.

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Vier Mal tolle Maps

Wir könnten des langen und breiten erzählen, wie gut die vier neuen Schlachtfelder geraten sind. Das verschneite Thin Ice mit seinen Bunkern, der Lodge am See und dem abgestürzten Frachtflugzeug ist groß, wunderschön und lässt Fans großer Gefechte feiern. Cemetry mit seinem Regen, den Blitzen und den Kapellen, Grabsteinen und Statuen ist nicht nur herrlich atmosphärisch, sondern bietet tolle Infanterie-Gefechte mit ein paar Fahrzeugen. Die Gefängnisinsel von Alcatraz ist nicht nur ziemlich originalgetreu nachgebaut worden, sondern bietet herrlich chaotische Infanterie-Fights auf verschiedenen Ebenen und darum wirklich viel Durcheinander. Und mit Chinatown hat man den „Battlefield 3“-Klassiker Grand Bazaar neu aufgelegt, optisch aufgehübscht, mit einem Nacht-Setting versorgt, beim Layout und in Bezug auf das ehemals nervige Thema Baserape ein kleines bisschen verbessert und bietet tolle Fights. Oder anders gesagt: Jede der vier neuen Maps ist schlicht und ergreifend sehr gut. Sie machen Spaß, bieten Abwechslung, viele Details und neue Settings. Visceral Games hat sich speziell beim Map-Design schlicht und ergreifend konsequent weiterentwickelt – nach den teils drögen Schlachtfeldern des Hauptspiels ist man mit jedem DLC weitergekommen und baut jetzt Maps, die teilweise das Zeug zum Klassiker haben. Vor allem Cemetry mit seinem Mix aus leichten Fahrzeugen und Gefechten auf verschiedenen Höhenebenen, der bombastischen Optik und Atmosphäre ist ein perfektes Beispiel dafür, wie gut Visceral Games aktuell ist.

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Ihr wollt Abwechslung?

Optik und Abwechslung sind natürlich wichtig; spielerische Werte sind aber noch einmal deutlich wichtiger. Auf allen Maps passt – und das ist vor allem besonders wichtig… – glücklicherweise auch das Gameplay. Fast noch wichtiger: Die Abwechslung passt und man darf auf jeder Map so spielen, wie man das will. Auf große Entfernung zu kämpfen ist ebenso drin wie der Fokus auf den Nahkampf; Fahrzeuge nehmen aber – mal wieder… – eine eher untergeordnete Rolle ein. Schwer gepanzerte Vehikel sucht man generell vergeblich und die Entwickler setzen lieber auf den leichten Transporthelikopter anstatt den Spielern den bewaffneten Attack Chopper vor die Nase zu setzen. Fans von Maps wie Strike at Karkand mit „Infantry only“-Presets werden sich auf drei der vier neuen Schlachtfelder dementsprechend mehr als nur etwas wohl fühlen. Warum es wieder ein einziges kleines Schlachtfeld ohne Vehikel gibt, das mit den drei anderen Maps nichts zu tun  hat, wird zwar wieder ein paar Fans wundern; gegen einen Alcatraz-Besuch dürften aber die wenigsten Spieler etwas einzuwenden haben. (Wir haben übrigens den Verdacht, dass ursprünglich ein einzelner DLC mit vier wirklich kleinen Maps geplant war, die man aus irgendeinem Grund auf alle DLCs verteilt hat.) Wer sich massenhaft Zerstörung und Levolution wünscht, ist in Betrayal allerdings fehl am Platz – Visceral setzt Zerstörung mal wieder recht sparsam ein und große Events sucht man auf den Msp auch vergeblich. Der Ausfall des Lichts in der zentralen Gasse auf Chinatown ist da schon das Höchste der Levolution-Gefühle – ansonsten gibt es aufsprengbare Löcher im Eis, zugehende Zellengitter und ein paar zerstörbare Wände

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Und ein pinker Operator, bitte…

Die langerwartete Gun Bench ist irgendwie ein zwischneidiges Schwert (und damit meinen wir nicht das neue Inquisition-Breitschwert, dass tatsächlich auch im Spiel gelandet ist…): Hier kann man fünf beliebige Waffen und speziell ihre Zielvorrichtungen nach Lust und Laune optisch anpassen. Allerdings verblassen die Möglichkeiten angesichts eines Medal of Honor: Warfighter -bereits 2012 gab es also einen Shooter, in dem deutlich mehr machbar war. Die Limitierung auf maximal fünf angepasste Waffen dürfte an der Current Gen liegen, die bekanntlich rein vom Arbeitsspeicher am absoluten Limit sind. 15 Outfits darf man dazu noch anpassen – wer hier nicht glücklich wird, ist mehr als nur etwas anspruchsvoll. Mehr als die einzelnen Materialien darf man aber nicht einfärben. „Breaking Bad“-Outfits sind damit zumindest ebenso drin wie pinke Polizisten. Das kann man lustig oder absurd finden; es macht aber nachweisbar Freude, etwas individueller unterwegs zu sein. Trotzdem bleibt Warfighter-Fans das Gefühl, dass bereits 2012 zumindest an den Waffen mehr machbar war.

Und aufgehübschte Technik

Was für die Qualität der Maps gilt, gilt auch für die Technik: Visceral Games hat mit jedem DLC schönere Maps veröffentlicht. Mit dem letzten DLC hat man also nicht nur tonnenweise Details auf die Maps gepackt, sondern auch noch neue Reflexionen eingebaut, die gerade auf feuchten Oberflächen und bei Nacht auf Chinatown wunderbar zur Geltung kommen. Ansonsten dominiert der gute Hardline-Standard: Die neuen Waffen sehen gut aus, die Sounds sind gewohnt hochklassig und die Maps sehen extrem stimmig aus. An der Stelle wollen wir vor allem noch einmal das neblige, regenverhangene Cemetry loben – eine hüschere und stimmigere Map gibt es in Hardline wohl nicht. Nur das Fehlen eines Axtmörders finden wir sehr schade…

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Battlefield Hardline Betrayal – Test-Fazit: Ein würdiger Abschluss

Hardline-Fans dürfen aufatmen: Betrayal ist ein würdiger und guter Abschluss der kostenpflichtigen Inhalte von Battlefield Hardline. Man kann sich natürlich darauf konzentrieren, dass die Gun Bench vielleicht nicht so viel Anpassungsmöglichkeiten bietet, wie man sich das vielleicht gewünscht hätte. Beim Rest kann man aber nicht meckern: Neue und gute Waffen – davon einige kostenlose… – sind hinzugekommen, die vier neuen Maps sind durch die Bank wunderbar zu spielen. Am Ende bekommt der Betrayal-DLC das hin, was so wichtig ist: Er macht Spaß. Jede Map ist gut ausbalanciert, Fans von Infanterie-Gefechten werden wieder glücklich und der Verzicht auf die schweren Fahrzeuge tut Hardline – wie bereits in den letzten DLCs – erneut mehr als gut. Und so kann man zum Schluss sagen: Battlefield Hardline hat mit dem Betrayal-DLC einen mehr als würdigen Abschluss gefunden, der die teils absurden Ideen, abgedrehten Settings und alles noch einmal zu neuen Höhen treibt.

Editor & Admin of battlefieldseries.de knowing everything about shooters. Marketing man. All thoughts my own. Call me Mike or forget it. #Yolo #Swag #Catz

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