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Battlefield 1 – Report & Feedback: Langzeitmotivation über Ränge

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Manchmal kann es eine tolle Idee sein, Fans und Community direkt zu Battlefield 1 zu Wort kommen zu lassen. Und genau das tun wir heute: Wir übergeben das Wort an DerGepard, der erklärt, was man mit Rängen und Unlocks tun kann, wie DICE es besser machen könnte und was man dafür brauchen würde. Wir wünschen euch viel Spaß…

Früher klauen

Vor einiger Zeit wurde in der News Battlefield 1 – Neue Features, mehr Motivation, Soon, Aim Assist & Mehr erwähnt, das DICE über Möglichkeiten der Langzeitmotivation und dabei insbesondere mehr Ränge nachdenkt. Nur allzu bald kam dann auch Kritik auf, die Langzeitmotivation lediglich durch mehr Ränge zu erweitern – zum einen war es für manch Spieler unschön, gewissermaßen um das „Ich habs geschafft“-Gefühl betrogen zu werden, andere kritisierten den geringen Einfallsreichtum, den DICE bezüglich der Langzeitmotivation an den Tag legt. Andere wiederum hat es dafür gefreut, wieder auf reine Punktehatz zu gehen. In diesem Sinne kam mir dann wieder Battlefield 2 in den Sinn – noch heute wird BF2 als der Urvater des Franchise verstanden, das irgendwo der Titel ist, der Battlefield vom Underdog und einer Randerscheinung zum Kassenschlager gemacht hat und auch letztlich viele der Dinge mit sich brachte, die nun umso mehr zum Standard werden: Ränge, Unlocks, DLC (damals Boosterpacks), Squadgameplay, detaillierte Statistiken und Co. kamen anno dazu erstmals auf. Warum also nicht auch andere Dinge mit nehmen aus Battlefield 2? Immerhin ist Battlefield 1 nach wie vor der Nachfolger  – und klauen in den eigenen Reihen ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht.

Früher…

In Battlefield 2 gab es Ränge, die neben den Punkten an sich, auch weitere Anforderungen wie Spielzeit und Ribbons bzw. Abzeichen mit sich brachten. Diese Abzeichen brachten wiederum verschiedene Anforderungen wie 100 Stunden als Panzerabwehr zu spielen, oder eben mal 40 Kills in einer Runde als Panzerabwehrschütze zu machen. Hieraus stammt nun die zentrale Idee: Wie wäre es, wenn Ränge nicht nur X Punkte der Globalscore als Anforderung haben, sondern auch andere Werte miteinbeziehen? Bevor man sich jetzt Träumen hingibt muss man sich eins verdeutlichen: Wir haben nun schon X Ränge die nach Punkten vergeben werden. Jetzt nachträglich bis Rang 100 oder 110 (oder was auch immer nun der nächste DLC als Obergrenze mit sich bringt) mit zusätzlichen Anforderungen zu versehen könnte ein nettes Chaos in der Datenbank, aber auch bezüglich allerlei Übergangsregelungen für jene Spieler die schon Rang XY inne haben, veranstalten.

Das Prinzip

Daher folgendes als allgemeiner Vorschlag (im Prinzip erläutert, Details weiter unten): Ab Rang 100 bekommt man Zugriff auf 10 weitere Rangstufen, römisch I bis X, jede Stufe hat Anforderungen an den Spieler bezüglich seiner Durchschnittsstatistiken aber auch Anhäufungen in Zeit. Die Anforderungen sind so gewählt und gestellt, dass der Spieler sich beständig verbessern muss und dass es gleichermaßen dem Spiel förderlich ist. Anforderungen die lediglich eine Anhäufung von Zeit oder Kills oder Revives usw. darstellen, haben hier lediglich die Aufgabe ein „durchrushen“ der Ränge zu vermeiden. Das könnte wie folgt aussehen:

Rang I:

Primäre Anforderungen:            → Spielzeit 200h

                        → Kill/Death-Verhältnis 1,00 oder besser

                        → Präzision (Gesamt) 10% oder besser

Sekundäre Anforderungen:        → Total Kills 10.000

                        → Wiederbelebungen 1000

                        → Aufmunitionierungen 1000

                        → Reparaturen 1000

Während Rang I noch recht harmlos erscheint, wird jeder Rang kniffeliger:

Rang II:

Primäre Anforderungen            → Spielzeit 250h

→ Kill/Death-Verhältnis 1,20 oder besser

→ Präzision (Gesamt) 10% oder besser

→ Punkte pro Minute 200 oder besser

→ Punkte seit Rang I 75.000 oder besser

Sekundäre Anforderungen:        → Total Kills 20.000

→ Wiederbelebungen 1500

→ Aufmunitionierungen 1500

→ Reparaturen 1500

Vom vereinfachten Prinzip her steigt Stufe um Stufe die Anforderungen an Durchschnittsstatistiken an, aber auch die Anzahl der Anforderungen selbst. Sicherlich sei jetzt anzumerken, das die die jeweiligen Werte selbst momentan eher als Platzhalter zu verstehen sind. Wie hoch die Anforderungen dann letztlich liegen, ist Sache von DICE. Auch die für Teamplay repräsentativen Zählungen können dann als „X Ribbons/Abzeichen“ eingepflegt werden. Weiterhin gilt jedoch, das mit jeder weiteren Stufe die Anforderungen an den Spieler steigen. Dabei ist es durchaus beabsichtigt, das ab einer bestimmten Stufe die Anforderung sehr hoch liegen, so hoch das sie wohl nicht von jeden Spieler erfüllt werden können, zumindest kurzfristig gesehen. Ziel ist es ja, die Spieler immerzu zum besser werden anzutreiben.

Rang V:

Primäre Anforderungen            → Spielzeit 750h

→ Kill/Death-Verhältnis 2,20 oder besser

→ Präzision (Gesamt) 15% oder besser

→ Punkte pro Minute 400 oder besser

→ Punkte seit Rang IV 175.000 oder besser

→ Win/Lose 0,60 oder besser

Erweitertes Prinzip & Schaffung von Tiefe

Da das Prinzip hier klar sein sollte, habe ich mal die Sekundären Anforderungen weggelassen. Bereits eine KD von 2.00 ist für viele Spieler kein Zuckerschlecken – da aber Battlefield 1 nach wie vor ein Shooter ist, dessen elementarer Bestandteil darin besteht, den Gegner zumindest zeitweise aus den Spiel zum nehmen, ist es durchaus als legitim anzusehen wenn auch die KD, sei sie noch so verhasst als „Ego-Index“, eine Rolle spielt. Denn die Kehrseite ist, das viele Spielmodi unter anderem damit verknüpft sind. Entweder man gewinnt (Team Deathmatch) oder verliert (Operations) Tickets. Hat man jeweils das Limit erreicht – beim einenModus 100 Kills, bei dem anderen den Ticketcount auf 0 zu reduzieren und so weiter… – gewinnt oder verliert man die Runde. Damit wird schnell klar: Ein umsichtiger Spieler der sich nicht sinnlos in Gefechte stürzt ist durchaus als wertvoller anzusehen als ein Spieler der sich nach jedem Spawn mal wieder das Gras von unten anschaut. Tote Spieler helfen dem eigenen Team nicht – das war in BF1942 so, das war in BF2 und ist auch in BF1 nicht anders. Und hier kommt ein Punkt, bei den das System schnell aus den Ruder laufen kann: Gerade Panzer oder Flugzeuge können einem Spieler massiv die K/D in die höhe Treiben, auch ohne das er sinnvoll für das Team agiert hat. Anderes Beispiel: Sniper campen am Arsch der Welt und ihre 10 zu 1 sind zwar anschaulich, aber geholfen haben sie keinen.

Da an dieser Stelle das Grundprinzip eigentlich verstanden sein sollte, kommt nun der Kniff. Zur Erinnerung: Ab Rang 100 gibt es 10 weitere Ränge, Rang I bis X. Diese können Simultan zum „Globalrank“ von 100 und weiter laufen und ersetzen sozusagen dann im Scoreboard das übliche Rangsymbol. Wer aufmerksam liest wird gemerkt haben, dass ich immer wieder von Rangstufen schreibe. Und das hat seinen Grund: Während es 10 Stufen gibt, hat das System auch „Breite“ –  es splittet sich in verschiedene Laufbahnen auf, die eben den üblichen Spielstilen entgegenkommt. So wäre es möglich, angelehnt an reelle Vorbilder fünf bis sechs Laufbahnen parallel einzupflegen: Heer, Luftwaffe, Panzerdivision, Aufklärung und Co. (Sicherlich – in aller Regel werden Panzer im Heerestrakt mit eingegliedert. Doch wir spielen letztlich Battlfield 1, da erscheint es nur sinnvoll, Panzer und Heer zu trennen um eben beispielsweise die Problematik mit der KD oder anderen Werten besser entgegen zu wirken.)

Mit Ausnahme der Panzer und Flugzeuge sind aber die anderen Truppenteile nicht explizit an eine Klasse oder Fahrzeug gebunden. So soll vermieden werden, dass wie bei den Medaillen Spielern einfach nur die Anforderungen grinden. Anstatt sich also zu sagen „Ich muss jetzt Snipen weil ich Aufklärungstrupp Rang V werden will….“ zu sagen, sollen stattdessen sollen die Ziele bzw. Anforderungen allgemein gehalten werden und lediglich bestimmten Spielstilen ein wenig entgegenkommen. So soll keiner genötigt werden eine Klasse zu spielen, die je nach Situation gar keinen Sinn macht. Ist im Heer hauptsächlich die Rede von Wiederbelebungen, Niederhaltung, Markierungshilfen und Aufmunitionierungen die Rede, wird man in der Panzerdivision eher an Fahrzeugzerstörungen und Reparaturen geraten. Der Aufklärungsteil dagegen wird hauptsächlich Markierungen,  Präzision, Kopfschüsse (mit allen Waffen), aber auch Flaggenangriffe, Verteidigung und Assists miteinbeziehen.

Die Luftwaffe wird dagegen gerade den Piloten entgegenkommen. Wenngleich Panzerdivision und Luftwaffe dann neben als Anforderung „K/D gesamt von 1,0-2,50“ hat, bekommen Piloten ein „K/D als Pilot 2,40-5,0“ und Panzerfahrer ein „K/D als Panzerfahrer 2,40-5,0“. Hier soll deutlich werden das eben die Vorteile beider Fahrzeuglaufbahnen – das leichte Erzielen von Abschüssen – ausgeglichen wird, indem auch die grundsätzlichen Anforderungen höher liegen. (Hier mal ein kleines Beispiel, was möglich ist. Und ja, da habe ich in Zusammenarbeit mit dem Team im Frontlinienmodus 186 zu 1 gespielt. Sicherlich ist ein derartiges Extrem sehr selten, aber möglich und es verdeutlicht zu was die Fahrzeuge in der Lage sind. .. #ProudGepard) Im Klartext heißt das: Ganz gleich ob Landfahrzeuge oder Luftfahrzeuge – die Durschnittsanforderungen müssen hier einfach  höher liegen.

Implementierung im Spiel

Wie soll das Handling der Ränge also im Spiel vonstatten gehen? Hier die Vorschläge: Ab Rang 100 wird ein Menüpunkt im Hauptmenü freigeschalten – das würde ganz gut entweder im Karrieremenü passen, oder aber auch direkt unter den Platoons. In diesem Menü werden die Ränge tabellarisch in den 10 Spalten aufgelistet und in fünf Reihen. Per Mouse-Over-Effekt werden die Anforderungen eingeblendet. Mit einen Klick bekommt man ein detailliertes Menü samt weiteren Verlinkungen zu den Abzeichen und Medaillen – je nach dem was man braucht. Weiterhin wird hinter den Anforderungen angezeigt, was man bereits erreicht hat. Auf Errungenschaft mit Zeitlimit wird komplett verzichtet.Während alle Ränge simultan ihre Zählungen erhalten, kann man als Spieler, ähnlich den Platoons einen Rang als Ziel markieren, so das man im Escape-Menü während der Runde, ähnlich dem Medaillen, jederzeit einsehen kann was Sache ist. Am Rundenende wird auch der Fortschritt in einem weiteren Reiter angezeigt; mit einen grünen +XYZ und einen roten -XYZ werden dann Verbesserungen bzw. Verschlechterungen übersichtlich dargestellt.

Zurück zum „dicken“ Menü im Hauptmenü (Oder wo auch immer es hingepfeffert wird …;P): Wurde ein Rang geschafft, kann der Spieler einem Platoon bzw. Zug gleich, eben diesen als „Rang repräsentieren“ markieren. Wird kein Rang markiert, wird der jeweils höchste automatisch ausgewählt. Es mag eventuell sinnvoller erscheinen, stets den höchsten Rang automatisch im Scoreboard anzeigen zu lassen, aber hier ist zu befürchten, das Spieler sich vielleicht genötigt fühlen, immerzu auf eine Art zu spielen, um eben ihren „Lieblingrang“ stets als Aushängeschild zu haben.

Eine Messlatte & We need you!

Ob man am Ende nach diesen System 10 Ränge hat, oder 20 Ränge die aber wiederum die Sprünge zwischen den Rängen nur halb so groß setzen, ist wohl weniger wichtig. Ebenfalls unwichtig ist die Frage, wie hoch welche Anforderung angesetzt wird – auch das ist leicht abänderbar. Grundprinzip bleibt eben, das ein Hochhalten der Durschschnittswerte der springende Punkt bleibt um voranzukommen. Selbiges gilt dafür, ob Zugang ab Rang 100 gewährt wird oder schon ab Rang 70 oder gar nur Rang 50 – jeder spielt anders. Für denen einen wird eine KD von 2,00 unerhört sein, ein anderer mag darüber müde lächeln, wiederum ein anderer mag dass mit der Präzision nicht schmecken. Letzlich sollen diese Ränge einfach nur Spieler fordern. Wer besser wird, wird auch belohnt. Ein derartiges System wird wohl ohne Zuspruch seitens der Community wohl kaum umgesetzt werden, weshalb es wunderbar wäre, wenn möglichst viele, konstruktiv darüber diskutieren und auch ihre Unterstützung bekunden. (Auch wenn man vielleicht keinen Sinn darin sieht.) Es wird Spieler geben, die finden daran ihren Spaß; andere sehen das nicht. Der hier zentrale Punkt ist aber, das Spieler, die nichts mit diesen 10 alternativen Rängen anfangen können, keinen Nachteil dadurch haben. Letztlich ist es für die Uninteressierten kein Verlust, für die Befürworter aber schon. Deshalb die Bitte: Erlaubt euch selbst ein Zugeständnis.

Weiterführende Ideen

Würde DICE sich tatsächlich dazu breitschlagen lassen, neben dem üblichen Counter der Ränge auch ein forderndes System zu integrieren, dann wäre es genauso möglich dieses System mit ein paar weiteren Sachen zu ergänzen. Denn für mich selbst ist ein Wertungssystem in einen Spiel – vor allem aber die Unlocks, die damit verknüpft sind – eine ganz große Säule der Motivation. In einem Shooter mag der Wettbewerb zwischen den Spielern zu dominieren, doch um ein oder andere mal dauert es, bis man ein Spiel so lieb gewonnen hat, das man auch bei einer Niederlage, oder bei einen schlechten Rundendergebnis am Ball bleibt, dem Spiel die eine oder andere Balancingkatastrophe, oder den und jenen Fehler verzeiht. Für mich selbst hilft mir das ganze Bling Bling letzlich diesen Zustand zu erreichen, an dem man mitfiebert, wetteifert. Es geht um den Punkt an dem Ränge und Spielzeug scheissegal sind, wo nur die Leistung zählt, nur das Ergebnis, das eine, der Wettbewerb, der Sport! Aus diesem Grund, wäre es evtl. mit folgenden, wenn auch nur klein erwähnt, doch ganz gut…

Handschuhe …. ja richtig gelesen, Handschuhe. Ich gebe zu, ich mag ein Opfer des Uncanny Valley sein, aber ich würde mir wünschen, dass ich mir für jede Klasse und jede Fraktion Handschuhe freischalten kann. Mich würde es nur freuen mir es als Spieler verdienen zu können Handschuhe zu tragen, also als Spielfigur, 1st wwie 3rd Person. Osmanen bekämen sie in mausgrau, die Franzosen hätten gelbe Lederhandschuhe, die Briten braun oder beige und die Amerikaner bekämen schwarze oder ebenfalls gelbe Handschuhe.

Autobalance: Die 10 Ränge würden wunderbar damit funktionieren, in der Autobalance mit eingegliedert zu werden. Sofern weder Squad noch Platoon im Wege stehen, könnte der Server so agieren dass auf beiden Seiten jeweils ein Rang V des Heeres gegen einen Rang V der Panzerdivision antritt, oder Luftwaffe III gegen Luftwaffe III oder oder oder….

→ Ebenfalls nur mal angemerkt, wie die anderen Punkte, könnte man hier wohl nochmal einen gotischen Wandteppich draus machen. Die Rede ist von Charaktermodellen. Für jede Klasse und jede Fraktion, ein alternatives Charaktermodell. Mir wäre es zb lieber wenn der Osmanische Aufklärer statt diesen Turbans eben einen Shemagh trägt, oder der Medic des Reiches einen Ölparka gegen Regen…. letztlich, mal ein wenig Abwechslung.

→ Wenn man sich für eine „alternative“ Wertung entscheidet, könnte man auch ein anderes Punktesystem nutzen? Eins das parallel zum schlichten Sammeln von Punkten läuft? Nun, das könnte man in einen anderen Beitrag zusammenfassen…

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