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Battlefield 1 – Review: Nachtkämpfe auf Nivelle Nights

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Letzten Dienstag ist mit Nivelle Nights ein Schlachtfeld veröffentlicht worden, das nicht nur für Battlefield 1 eine Neuigkeit darstellt. Klar: Eine Nachtmap gab es bisher nicht im Spiel. Die fast noch größere Neuigkeit ist aber der Umstand, dass DICE jetzt neuen Content ausschließlich für DLC veröffentlicht – um auf Nivelle Nights in die Fights eingreifen zu dürfen, muss man They Shall Not Pass besitzen, was die Spielerschaft auf DLC- und Premiumbesitzer limitiert. Wir haben den DLC natürlich und konnten uns todesmutig in die tiefe Nacht und grausame Grabenkämpfe stürzen. Und jetzt verraten wir euch, ob Nivelle Nights gut, schlecht oder ganz okay ist und ob es They Shall Not Pass aufwertet…

Hello Darkness, My Old Friend

Nachtmaps sind immer ein schwieriges Thema – dem eine sind sie zu hell, dem anderen sind sie zu dunkel und generell sind sich Fans nur einig, dass sie sich nicht einig sind. Die Diskussionen kann man auch bei Nivelle Nights führen: Der Mond scheint hell über dem Schlachtfeld, hinter der deutschen Mainbase erleuchten Scheinwerfer die Dunkelheit und selbst beim eher dunklen französischen Spawn sieht man genug, um nicht gegen Baumstümpfe zu laufen. Generell ist ein Vergleich mit Death Valley aus Battlefield 3: Armored Kill angemessen – man sieht genug, um effektiv kämpfen zu können; gleichzeitig hat man im Gebüsch und in duklen Winkel eine deutlich bessere Chance, dass man nicht gesehen wird. Im Vergleich zu den anderen Schlachtfeldern in Battlefield 1 kann Campen Abwarten also definitiv effektiver sein, obwohl das Mündungsfeuer einen auch mehr als sonst verrät; gigantische Änderungen am Gameplay bedeutet das Weniger an Licht aber auch nicht. Atmosphärisch ist Nivelle Nights dafür über jeden Zweifel erhaben: Kahle Bäume recken ihre Äste in den kalten Nachthimmel, manchmal wird alles durch Nebel überdeckt und ab und an sinken ein paar Flocken auf den Boden. Auch hübsch sind die historischen Details wie je nach Fraktion unterschiedlich gut ausgebauten und angelegten Schützengräben.

I’ve Come To Talk With You Again

Eigentlich liegt bei Nivelle Nights, das unabhängig vom gewählten nur wenig Bodenfahrzeuge mitbringt, der Fokus auf Grabenkämpfen in Schützengräben, die sich prominent nahe den Mainbases hinziehen. Wo das kleine Wort „Eigentlich“ auftaucht, dabbt allerdings auch ein fieses „Aber“ herum (sorry, aber wir mussten das einfach so schreiben): Im Conquest laufen viele Teams brav weiter im Kreis um die Map und von Flagge zu Flagge; Gameplay-Änderungen im Vergleich zu anderen mittelgroßen und eher offenen Schlachtfelder ergeben sich vorrangig durch die Schützengräben und die Dunkelheit. Im Frontlinien-Modus – der so oder so genial ist – kommt das Setup des Schlachtfelds dann aber richtig zum Tragen: Man rennt gegen eine schier unüberwindliche Frontlinien an, zwei Teams verkeilen sich im Niemandsland und pushen dann in die verwinkelten und unübersichtlichen Schützengräben. Es kann übrigens auch nie schaden, einen Blick nach hinten zu werfen – begünstigt durch die Dunkelheit sind Flankenmanöver oder geduldiges Abwarten mehr als nur etwas effektiv. Ähnliches gilt übrigens auch im Rush-Modus.

Review – Fazit: The Sound Of Silence

Nivelle Nights ist keine komplett neue Erfahrung – dafür ist die Map zu hell und zu offen, was im Conquest oftmals für viel nettes Herumgerenne im Kreis sorgen kann. Gleichzeitig sorgt das neue Schlachtfeld trotzdem für frischen Wind: Durch die Dunkelheit sind Spotting und Abwarten effektiver und wichtiger, Feinde sind oft etwas schwieriger zu sehen und speziell im Frontlinien- und Rush-Modus kommen die Grabenkämpfe großartig zur Geltung. Am Ende ist Nivelle Nights damit eine wirklich gute Map, die ein paar ganz nette neue Details zum Gesamtpaket Battlefield 1 hinzufügt, ohne eine große Revolution auszulösen. Fraglich ist nur noch, ob DICE mit der Entscheidung, eine kostenlose Erweiterung für einen DLC zu veröffentlichen, einen optimalen Weg eingeschlagen hat – die Entscheidung für einen Premium- oder DLC-Kauf werden die Spieler, die noch nicht zugeschlagen haben, vermutlich nur wenig überdenken. Gleichzeitig ist die neue Map eine willkommende Erweiterung und ein schönes Zeichen an zahlende Fans. Und dass DICE nach der Reduzierung der in Premium enthaltenen DLCs von fünf auf vier (die zwar schon vor Release angekündigt wurde…) jetzt mehr Inhalte in die Erweiterungen packt, dürfte wohl auch kaum jemandem sauer aufstoßen. Am Ende wird der bereits gute, spaßige und spielenswerte DLC They Shall Not Pass mit Nivelle Nights um ein weiteres gutes und spaßiges Schlachtfeld erweitert, das ein paar Facetten hinzufügt.

Disclaimer-Disclaimer™: Wir schreiben am Ende von Testberichten aus Transparenzgründen immer, ob wir die Testversion von einem Publisher oder Entwickler bekommen haben. Im Falle von Battlefield 1 haben wir aber auf eine von EA gesponsorte Version verzichtet und lieber selber die Ultimate Edition gekauft.

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